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Vergleich von Cybersicherheitsstandards: Ein detaillierter Blick auf das CIS-Framework im Vergleich zum NIST

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John Price
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Cybersicherheit entwickelt sich rasant zum Eckpfeiler moderner Geschäftsprozesse. Zahlreiche Sicherheitsstandards dienen als Leitfaden für bewährte Verfahren. Zu den wichtigsten zählen das Center for Internet Security (CIS) Framework und das National Institute of Standards and Technology (NIST). Beide Standards bieten umfassende Richtlinien für die Absicherung von Informationssystemen, weisen jedoch jeweils spezifische Merkmale auf, die ihre Anwendung, Funktionalität und Vorteile definieren. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen dem CIS Framework und dem NIST Framework, identifiziert Gemeinsamkeiten und Unterschiede und gibt Einblicke in die effektivsten Implementierungsmöglichkeiten in Unternehmensumgebungen.

Was sind das CIS-Framework und NIST?

Das CIS-Framework, auch bekannt als CIS Critical Security Controls (CIS CSC), ist eine Reihe von Best Practices für Cybersicherheit, die Organisationen Anleitungen zum Schutz ihrer Informationssysteme vor Cyberbedrohungen bieten. Diese Kontrollen sind weithin für ihren praxisorientierten Ansatz anerkannt und ermöglichen es Organisationen, die wichtigsten Sicherheitsaufgaben anhand der Bedrohungslandschaft und ihrer spezifischen Umgebung zu priorisieren.

Das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST) bietet hingegen eine Reihe freiwilliger Richtlinien an, das sogenannte NIST Cybersecurity Framework (CSF). Dieses Rahmenwerk stellt einen umfassenden Ansatz für das Risikomanagement dar und bietet Unternehmen einen Fahrplan zur Sicherung ihrer digitalen Assets aus einer breiten Risikoperspektive.

Vergleich von CIS und NIST

Der wichtigste Vergleichspunkt im Diskurs „CIS-Rahmenwerk vs. NIST“ liegt in der jeweiligen Struktur und dem jeweiligen Ansatz zum Risikomanagement.

Strukturelle Unterschiede

Das CIS-Framework umfasst 20 Kontrollen, die in drei Kategorien unterteilt sind: Basiskontrollen (Kontrollen 1–6), Fundamentale Kontrollen (Kontrollen 7–16) und Organisationskontrollen (Kontrollen 17–20). Diese gestaffelte Struktur fördert einen priorisierten Ansatz für Cybersicherheit, beginnend mit den Basiskontrollen, die für „Cyberhygiene“ sorgen, gefolgt von fundamentalen und organisatorischen Kontrollen für erweiterte Sicherheitsmaßnahmen.

Im Gegensatz dazu ist NIST um fünf Kernfunktionen herum strukturiert: Identifizieren, Schützen, Erkennen, Reagieren und Wiederherstellen. Jede Funktion umfasst mehrere Kategorien und Unterkategorien und vermittelt so ein ganzheitliches Bild der Cybersicherheit. Organisationen werden dazu angehalten, Cybersicherheit als fortlaufenden Prozess und nicht als einmaliges Projekt zu betrachten, der alles von der Identifizierung kritischer Infrastrukturen bis zur Wiederherstellung nach einem Vorfall umfasst.

Ansatz zum Risikomanagement

Das CIS-Framework mit seiner strukturierten und zielgerichteten Kontrollsequenz ermöglicht es einer Organisation, das Cyberrisiko deutlich zu reduzieren, indem sie sich um grundlegende Sicherheitspraktiken kümmert, bevor sie zu fortgeschritteneren Sicherheitsmaßnahmen übergeht.

Das NIST hingegen betrachtet Risiken aus einer unternehmensweiten Perspektive. Es erkennt an, dass Cybersicherheit nicht nur Technologie betrifft, sondern auch menschliche Faktoren, Geschäftsprozesse und die Notfallplanung umfasst. Sein Ansatz zielt darauf ab, eine Kultur der Cybersicherheit im gesamten Unternehmen zu schaffen.

Die Wahl zwischen CIS und NIST

Die Wahl zwischen „CIS Framework“ und „NIST“ sollte nicht als Ja/Nein-Entscheidung betrachtet werden. Vielmehr sollten Organisationen diese Frameworks als sich ergänzende Werkzeuge verstehen, die unterschiedliche Aspekte der Cybersicherheit abdecken.

Für Organisationen, die sich erst mit Cybersicherheit auseinandersetzen oder akute Bedrohungen abwehren wollen, bietet das CIS-Framework einen klaren und praxisorientierten Fahrplan für sofortige Verbesserungen. Seine präskriptive Natur liefert erste Orientierungshilfe für Organisationen mit begrenzten Ressourcen oder Fachkenntnissen.

Für Organisationen, die einen umfassenden und kontinuierlichen Prozess zum Management von Cybersicherheitsrisiken etablieren oder verbessern möchten, ist das NIST-Framework hingegen besser geeignet. Es bietet Leitlinien für ein ganzheitliches und strategisches Cybersicherheitsmanagement und unterstützt die Weiterentwicklung der Cybersicherheit zu einem fortlaufenden Geschäftsprozess.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entscheidung zwischen dem CIS-Framework und dem NIST-Framework auf den spezifischen Bedürfnissen, Ressourcen und der Risikotoleranz einer Organisation basieren sollte. Beide Frameworks bieten umfassende und anerkannte Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheitslage; sie weisen jedoch jeweils einzigartige Anwendungsbereiche und Vorteile auf, die sie für unterschiedliche Situationen geeignet machen. Durch das Verständnis der Stärken und optimalen Einsatzmöglichkeiten beider Frameworks können Organisationen diese Instrumente effektiv nutzen, um ihre Cybersicherheitsbemühungen zu verstärken.

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