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Den Code von CMMC 2.0 Level 1 knacken: Ein umfassender Leitfaden zur Selbstbewertung in der Cybersicherheit

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John Price
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Im Bereich der Cybersicherheit ist das Verständnis der Anforderungen und Prozesse für jede Organisation unerlässlich. Die Cybersecurity Maturity Model Certification (CMMC), eine Initiative des US-Verteidigungsministeriums (DoD), integriert Best Practices verschiedener Cybersicherheitsstandards. Es handelt sich um eine umfassende und skalierbare Zertifizierung, die den Schutz von Informationen aus Bundesverträgen (FCI) und kontrollierten, nicht klassifizierten Informationen (CUI) verbessern soll. CMMC befindet sich nun im Übergang zur Version 2.0, und ein Verständnis von CMMC 2.0 Level 1 sowie einer Strategie zur Selbstbewertung ist unerlässlich. Dieser Blogbeitrag bietet unter dem Stichwort „CMMC 2.0 Level 1 Selbstbewertung“ eine umfassende, technische Anleitung zum Verständnis und zur Durchführung der Selbstbewertung in diesem Bereich.

CMMC 2.0 Level 1 verstehen

CMMC 2.0 Level 1 ist die grundlegende Stufe der neuen CMMC-Standards. Hauptziel dieser Stufe ist der Schutz von Bundesvertragsinformationen (Federal Contract Information, FCI), also Informationen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Die auf dieser Stufe geleistete Arbeit ist von entscheidender Bedeutung, da sie die grundlegende Sicherung von Bundesinformationen gewährleistet.

Für Auftragnehmer ist es unerlässlich, 17 Praktiken in vier Bereichen umzusetzen: Zugriffskontrolle, Medienschutz, physischer Schutz sowie System- und Informationsintegrität. Diese Bereiche stellen eine Reihe kritischer Maßnahmen dar, um eine solide Cybersicherheitsgrundlage zu schaffen und den Selbstbewertungsprozess „CMMC 2.0 Level 1“ einzuleiten.

Die Schlüsselelemente der CMMC 2.0 Level 1 Selbstbewertung

Der CMMC 2.0 Level 1 Selbstbewertungsprozess umfasst eine eingehende Analyse und Überprüfung der Cybersicherheitspraktiken, insbesondere in den vier oben genannten Bereichen. Im Folgenden werden die einzelnen Elemente jedes Bereichs detailliert beschrieben.

Zugangskontrolle

In diesem Bereich geht es um die Verwaltung und Beschränkung des Netzwerk- und Datenzugriffs basierend auf Benutzeridentität und -rolle. Zu den Praktiken gehören die Anwendung des Prinzips der minimalen Berechtigungen, die Kontrolle des Informationsflusses, die Begrenzung fehlgeschlagener Anmeldeversuche und die Kontrolle des Zugriffs auf Organisationsfunktionen und -informationen.

Medienschutz

Dieser Bereich gewährleistet den Schutz physischer und elektronischer Datenträger, sowohl für die Speicherung als auch für die Verarbeitung. Zu den in diesem Bereich angewandten Verfahren gehören die Datenbereinigung vor der Entsorgung oder Wiederverwendung, die Kennzeichnung und Kontrolle von Datenträgern sowie das Verbot der Verwendung tragbarer Speichermedien beim Umgang mit FCI (Future Control Information).

Physischer Schutz

Die in diesem Bereich angewandten Verfahren gewährleisten, dass der physische Zugang zu Systemen und Geräten kontrolliert wird, um die Integrität von Informationen zu schützen. Dazu gehören die Überwachung des physischen Zugangs, die Begleitung von Besuchern und die Zugangskontrolle zu Geräten in Einrichtungen, die Informationen verarbeiten.

System- und Informationsintegrität

Das Hauptziel in diesem Bereich ist die Gewährleistung der System- und Informationsintegrität. Zu den wichtigsten Fähigkeiten gehören die Identifizierung, Meldung und Behebung von Schwachstellen in Informationssystemen, der Schutz vor Schadcode sowie die Überwachung von Sicherheitswarnungen und -hinweisen.

Schritte der CMMC 2.0 Level 1 Selbstbewertung

Nachdem Sie nun die Grundlagen von „CMMC 2.0 Level 1“ und die zugehörigen Bereiche verstanden haben, ist die Durchführung einer Selbsteinschätzung der nächste Schritt. Die Selbsteinschätzung besteht aus mehreren Schritten, die Organisationen bei der Vorbereitung auf eine offizielle CMMC-Evaluierung unterstützen. Im Folgenden finden Sie die Schritte für eine „CMMC 2.0 Level 1-Selbsteinschätzung“.

1. Führen Sie eine erste Beurteilung durch

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über den Cybersicherheitsstatus Ihres Unternehmens in den relevanten Bereichen. Dazu gehört die Überprüfung bestehender Richtlinien und Verfahren sowie die Zuordnung vorhandener Kontrollen zu den Anforderungen von CMMC 2.0.

2. Lücken identifizieren

Nach Abschluss der ersten Bewertung geht es im nächsten Schritt darum, etwaige Lücken zwischen Ihren aktuellen Vorgehensweisen und den Anforderungen von CMMC 2.0 Level 1 zu identifizieren. Markieren Sie diese Lücken und betrachten Sie sie als Bereiche, die Aufmerksamkeit erfordern.

3. Einen Aktionsplan entwickeln

Nachdem die Lücken identifiziert wurden, sollte ein strategischer Plan zu deren Behebung entwickelt werden. Dieser sollte Prioritäten basierend auf der Schwere der Lücken, Zeitpläne und die für die Umsetzung notwendigen Ressourcen enthalten.

4. Änderungen umsetzen

Beginnen Sie mit der Umsetzung Ihres Aktionsplans. Dies kann die Änderung von Richtlinien, die Einführung neuer Verfahren oder Technologien sowie die Schulung von Mitarbeitern umfassen. Verfolgen Sie den Fortschritt und dokumentieren Sie Ihre Schritte.

5. Führen Sie eine abschließende Selbsteinschätzung durch.

Sobald alle Lücken geschlossen und alle Änderungen umgesetzt wurden, führen Sie eine abschließende Selbsteinschätzung durch. Diese sollte genauso gründlich sein wie die externe Bewertung, um Ihr Unternehmen optimal vorzubereiten.

Zusammenfassend bietet die neue CMMC 2.0 Level 1 klare Richtlinien für Auftragnehmer hinsichtlich der notwendigen Best Practices im Bereich Cybersicherheit. Diese Richtlinien bieten einen nützlichen Rahmen für alle Organisationen, die an der Vergabe öffentlicher Aufträge beteiligt sind, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit von Informationen aus Bundesverträgen. Eine Selbsteinschätzung mithilfe der „CMMC 2.0 Level 1 Selbsteinschätzung“ ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass diese Organisationen angemessen auf die Anforderungen an die Cybersicherheitsreife vorbereitet sind. Cybersicherheit ist nicht nur eine Anforderung, sondern eine zentrale Strategie für jede moderne Organisation zum Schutz ihrer Informationen.

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