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Häufige Feststellungen bei Cybersicherheitsprüfungen und wie man ihnen begegnet

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John Price
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In Zeiten, in denen Technologie allgegenwärtig ist und Datenpannen häufiger vorkommen als je zuvor, ist die Cybersicherheit von Unternehmen wichtiger denn je. Angesichts sich ständig weiterentwickelnder Bedrohungen und einer kontinuierlich wachsenden Risikolandschaft ist es für Unternehmen unerlässlich, ihre Cybersicherheitsmaßnahmen auf dem neuesten Stand zu halten. Hier kommen Cybersicherheitsaudits ins Spiel. Ein umfassendes Cybersicherheitsaudit kann helfen, potenzielle Schwachstellen und Lücken in der Sicherheitsinfrastruktur Ihres Unternehmens aufzudecken. Dabei tauchen jedoch immer wieder bestimmte, häufig auftretende Probleme auf, von denen wir einige in diesem Beitrag zusammen mit Lösungsansätzen erläutern werden.

Unzureichende Benutzerzugriffskontrolle

Eines der häufigsten Prüfungsergebnisse betrifft die Benutzerzugriffskontrolle, also die Verwaltung des Datenzugriffs von Mitarbeitern innerhalb einer Organisation. Werden Zugriffskontrollen nicht strikt implementiert und überwacht, kann dies zu unberechtigtem Datenzugriff und einem erhöhten Risiko von Datenschutzverletzungen führen.

Um dieses Problem zu beheben, müssen Unternehmen strenge rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC) einführen. Das bedeutet, Mitarbeitern nur die notwendigen Berechtigungen entsprechend ihrer Rolle im Unternehmen zu erteilen und so unbefugten Zugriff auf sensible Daten zu verhindern. Regelmäßige Überprüfungen dieser Zugriffsrechte sind erforderlich, um sicherzustellen, dass keine unangemessenen Berechtigungen vergeben wurden.

Unzureichendes Sicherheitsbewusstsein und unzureichende Schulung

Selbst die robusteste Cybersicherheitsinfrastruktur eines Unternehmens stellt oft das schwächste Glied dar. Mitarbeiter, die sich gängiger Cybersicherheitsbedrohungen und -protokolle nicht vollständig bewusst sind, können die Sicherheit eines Unternehmens unbeabsichtigt gefährden.

Um dem entgegenzuwirken, sollten Unternehmen ein kontinuierliches Programm zur Sensibilisierung für IT-Sicherheit und entsprechende Schulungen implementieren. Das Programm sollte bewährte Standardverfahren wie das Erkennen von Phishing-Angriffen, die Verwendung sicherer Passwörter und das Melden verdächtiger Aktivitäten umfassen.

Ineffizienter Notfallplan

Ein Notfallplan ist entscheidend, um die Auswirkungen einer Sicherheitsverletzung zu minimieren. Viele Organisationen verfügen jedoch über veraltete oder unzureichend dokumentierte Pläne, was in kritischen Momenten zu Verwirrung führt.

Um dem entgegenzuwirken, ist ein klarer und effektiver Notfallplan unerlässlich. Dieser sollte regelmäßig getestet und aktualisiert werden, um im Falle einer Sicherheitsverletzung schnelle und effektive Reaktionszeiten zu gewährleisten.

Mangelnde regelmäßige Patch-Verwaltung

Die Aktualisierung von Systemen ist ein wirksamer Schutz gegen viele Cyberbedrohungen. Leider vernachlässigen viele Organisationen diesen Aspekt häufig aufgrund begrenzter Ressourcen oder mangelnden Verständnisses für die Bedeutung des Patch-Managements.

Um Probleme beim Patch-Management zu vermeiden, sollten Organisationen einen systematischen Ansatz für die Anwendung von Updates verfolgen und ein eigenes Team einsetzen, das für die Identifizierung, das Testen, die Bereitstellung und die Überprüfung der Patches auf allen Systemen und Anwendungen verantwortlich ist.

Unzureichend gesicherte E-Mail-Systeme

E-Mail-Systeme sind bevorzugte Ziele von Hackern und dienen häufig als Ausgangspunkt für Phishing-Angriffe. Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen in diesen Systemen erleichtern es Angreifern, erfolgreich zu sein.

Die Sicherung von E-Mail-Systemen erfordert die Implementierung eines mehrschichtigen Sicherheitskonzepts. Dazu gehören Spamfilter, Malware-Scanner und die Implementierung von DMARC-Protokollen (Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance), die helfen können, E-Mail-Spoofing zu erkennen und zu verhindern.

Mangelnde Netzwerksegmentierung

Ohne eine angemessene Netzwerksegmentierung kann ein Hacker, sobald er Zugriff auf einen Teil des Netzwerks erlangt hat, leicht in andere Bereiche vordringen. Dies erleichtert es Hackern, unbefugten Zugriff auf sensible Daten zu erlangen.

Durch die Netzwerksegmentierung wird das Netzwerk in mehrere voneinander isolierte Segmente unterteilt, wodurch die potenziellen Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls begrenzt werden. Es ist entscheidend, strenge Firewall-Richtlinien auf alle Netzwerksegmente anzuwenden, um eine effektive Kontrolle und Isolation der Netzwerkressourcen zu gewährleisten.

Ungesicherte APIs

Ungesicherte APIs sind ein weiterer häufiger Befund bei Cybersicherheitsprüfungen. APIs, denen die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen fehlen, können von Hackern ausgenutzt werden, was zu Datenlecks führen kann.

Um dem entgegenzuwirken, sollten API-Sicherheitsrichtlinien und Best Practices konsequent umgesetzt werden. Dazu gehören die regelmäßige Überwachung und Bewertung der API-Sicherheit, die Implementierung starker Authentifizierungs- und Verschlüsselungsmethoden sowie die bedarfsgerechte Beschränkung des API-Zugriffs und der Berechtigungen.

Abschluss

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Cybersicherheitsaudits zwar häufig eine Vielzahl potenzieller Risiken und Schwachstellen aufdecken, die Identifizierung dieser häufig auftretenden Probleme jedoch die Grundlage für eine robuste Cybersicherheitsstrategie bildet. Auch wenn dieser Prozess zunächst komplex erscheinen mag, wird die Berücksichtigung dieser Bereiche im Rahmen einer kontinuierlichen, dynamischen Sicherheitsstrategie die Wahrscheinlichkeit eines Sicherheitsvorfalls deutlich verringern. So schützen Sie die sensiblen Daten Ihres Unternehmens und erhalten das Vertrauen Ihrer Kunden in einem digitalen Raum, in dem Vertrauen von höchster Bedeutung ist.

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