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Chemikaliensicherheit im digitalen Zeitalter: Cybersicherheit für die chemische Produktion

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John Price
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Die chemische Industrie ist für die Herstellung zahlreicher Güter, die für unseren Alltag unerlässlich sind, von entscheidender Bedeutung. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Branche steigt jedoch auch ihre Anfälligkeit für Cyberangriffe. Dies kann zu Betriebsunterbrechungen, dem Austritt gefährlicher Chemikalien und sogar zu Bußgeldern wegen Nichteinhaltung von Vorschriften führen. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die größten Cybersicherheitsrisiken für Chemiehersteller und zeigen Wege zu deren Minderung auf.

Einhaltung von Umweltvorschriften

Chemische Produktionsunternehmen unterliegen einer Vielzahl von Umweltauflagen, deren Nichteinhaltung erhebliche Bußgelder nach sich ziehen kann. Um die Einhaltung dieser Auflagen zu gewährleisten, sollten Unternehmen regelmäßig mit den Aufsichtsbehörden kommunizieren und Sicherheitsprotokolle sowie Vereinbarungen mit diesen Organisationen treffen. Darüber hinaus sollten Cybersicherheitsprotokolle und -richtlinien regelmäßig überprüft und aktualisiert sowie regelmäßige Sicherheitsbewertungen und Penetrationstests durchgeführt werden, um Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.

Cybersicherheit für die chemische Fertigung

Ransomware

Ransomware, eine Art Schadsoftware, die Dateien verschlüsselt und sie bis zur Zahlung eines Lösegelds unzugänglich macht, stellt eine wachsende Bedrohung für die chemische Industrie dar. Fabriken, die stark auf automatisierte Systeme und Maschinen angewiesen sind, sind besonders anfällig für Ransomware-Angriffe. Um sich vor solchen Bedrohungen zu schützen, müssen Chemiehersteller regelmäßig Software-Updates durchführen und Backups wichtiger Dateien erstellen. Darüber hinaus sollten Mitarbeiter darin geschult werden, Phishing-E-Mails zu erkennen und zu vermeiden – eine gängige Methode, um Ransomware zu verbreiten.

Cybersicherheit für die chemische Fertigung

Angriffe auf industrielle Steuerungssysteme (ICS)

Industrielle Steuerungssysteme (ICS) werden zur Steuerung und Überwachung industrieller Prozesse, beispielsweise in Chemieanlagen, eingesetzt. Da diese Systeme häufig mit dem Internet verbunden sind, sind sie anfällig für Cyberangriffe. Um ICS zu schützen, müssen Netzwerke segmentiert werden, d. h. ICS-Systeme von anderen Systemen getrennt werden. Zudem müssen Sicherheitsprotokolle wie Firewalls und VPNs implementiert werden. Regelmäßige Penetrationstests und Schwachstellenanalysen sind ebenfalls unerlässlich, um potenzielle Sicherheitslücken zu erkennen und zu beheben.

Cybersicherheit für die chemische Fertigung

Insiderbedrohungen

Insiderbedrohungen, also böswillige Handlungen von Mitarbeitern, Auftragnehmern oder anderen Insidern, können vielfältige Formen annehmen, wie beispielsweise den Diebstahl sensibler Informationen, die Sabotage von Anlagen und Spionage. Um diesen Risiken zu begegnen, müssen Unternehmen Hintergrundüberprüfungen aller Mitarbeiter und Auftragnehmer durchführen und deren Aktivitäten in den Unternehmenssystemen genau überwachen. Regelmäßige Schulungen zu Best Practices und Richtlinien der Cybersicherheit sind ebenfalls entscheidend, um das Bewusstsein zu schärfen und das Risiko böswilliger Insideraktivitäten zu reduzieren.

Cybersicherheit für die chemische Fertigung

Angriffe auf die Lieferkette

Lieferkettenangriffe erfolgen, wenn Angreifer versuchen, sich Zugang zu den Systemen und Daten eines Unternehmens zu verschaffen, indem sie dessen Lieferanten oder Partner ins Visier nehmen. Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, ist es wichtig, regelmäßig Risikobewertungen von Lieferanten und Partnern durchzuführen, Sicherheitsprotokolle und -vereinbarungen mit ihnen zu treffen und eine kontinuierliche Kommunikation aufrechtzuerhalten, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Chemieunternehmen sich der spezifischen Cybersicherheitsrisiken bewusst sein und proaktiv Maßnahmen zu deren Minderung ergreifen müssen. Maßnahmen wie Netzwerksegmentierung, Hintergrundüberprüfungen von Mitarbeitern, Überwachung der Lieferkette, Verschlüsselung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften tragen dazu bei, die Sicherheit des Betriebs und der Öffentlichkeit zu gewährleisten. Bleiben Sie über die neuesten Cybersicherheitsbedrohungen und -trends informiert und arbeiten Sie eng mit vertrauenswürdigen Partnern zusammen, um Ihre Systeme und Daten zu schützen.

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