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Unter dem Mikroskop: Alarmierende Fälle von Phishing-Angriffen im Gesundheitswesen in der Cybersicherheit

JP
John Price
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Im Bereich der Cybersicherheit ist kein Sektor vor skrupellosen Cyberkriminellen gefeit. In den letzten Jahren war der Gesundheitssektor aufgrund der ständigen Flut von Cyberangriffen ernsthaft bedroht. Diese Bedrohungen, insbesondere Phishing-Angriffe im Gesundheitswesen, geben aufgrund der Anfälligkeit der potenziell betroffenen Daten Anlass zu großer Sorge. Dieser Blogbeitrag untersucht eine Reihe von Phishing-Beispielen im Gesundheitswesen, um die Schwere und Komplexität dieser raffinierten Bedrohungen aufzuzeigen, die im Verborgenen lauern.

Die digitale Revolution hat den Boden für einen alarmierenden Anstieg der Cyberkriminalität bereitet, die Technologie für illegale Zwecke missbraucht. Unter den vielfältigen Cyberbedrohungen stellen Phishing-Angriffe eine Gefahr für Organisationen aller Branchen dar. Angesichts der riesigen Mengen an sensiblen Daten ist das Gesundheitswesen ein Hauptziel für Phishing-Angriffe, wodurch Patienten ständigen Gefahren ausgesetzt sind.

Fallstudie 1: Banner Health

Im Jahr 2016 wurde das Verpflegungssystem von Banner Health gehackt, was zu einem der größten Datendiebstähle im Gesundheitswesen führte. Der Angriff betraf rund 3,7 Millionen Patienten, deren Sozialversicherungsnummern, Krankenversicherungsinformationen und andere persönliche Daten offengelegt wurden. Die Angreifer verschafften sich zunächst Zugriff auf die Zahlungskartendaten von Kunden einiger Banner-Health-Standorte. Anschließend gelang es ihnen, in weitere Teile des Systems einzudringen und etwa eine Woche lang auf Patientendaten zuzugreifen, bevor sie entdeckt wurden.

Fallstudie 2: Anthem Inc.

Anthem Inc., eines der größten Krankenversicherungsunternehmen der USA, wurde 2015 Opfer eines massiven Phishing-Angriffs, von dem fast 78,8 Millionen Menschen betroffen waren. Dabei wurden persönliche Daten wie Namen, Sozialversicherungsnummern, Krankenversicherungsnummern, Adressen und Beschäftigungsdaten gestohlen. Der Angriff begann vermutlich mit einer Spear-Phishing-E-Mail an fünf Mitarbeiter. Nachdem die Hacker die Zugangsdaten erlangt hatten, verschafften sie sich Zugriff auf das Datenlager, was zu einem der größten Datenlecks der Geschichte führte.

Fallstudie 3: Premera Blue Cross

Premera Blue Cross meldete 2015 einen schwerwiegenden Datenverstoß, von dem über 11 Millionen Kunden betroffen waren. Der Verstoß ereignete sich, nachdem ein Mitarbeiter durch eine Phishing-E-Mail dazu verleitet wurde, seine Zugangsdaten preiszugeben. Die Angreifer hatten monatelang Zugriff auf Namen, Adressen, Geburtsdaten, medizinische Informationen und sogar Bankverbindungsdaten, bevor der Verstoß entdeckt wurde.

Fallstudie 4: Das Universitätsklinikum der University of Virginia

Im Jahr 2018 stellte das Universitätsklinikum der University of Virginia fest, dass ein unbefugter Dritter 19 Monate lang Zugriff auf seine Systeme hatte. Durch diesen Sicherheitsverstoß wurden die persönlichen Daten von 1800 Patienten kompromittiert. Hacker verschafften sich Zugang über eine Phishing-E-Mail, die an Mitarbeiter versandt wurde. Sobald die Mitarbeiter auf den Link klickten und ihre Zugangsdaten preisgaben, hatten die Hacker Zugriff auf die Patientendaten.

Diese Beispiele für Phishing-Angriffe im Gesundheitswesen verdeutlichen die Schwere des Problems. Der Umgang mit solchen Vorfällen erfordert eine robuste Cybersicherheitsinfrastruktur, unterstützt durch wachsame Fachkräfte, ständig aktualisierte Systeme und regelmäßige Mitarbeiterschulungen. Regelmäßige Überprüfungen auf Systemschwachstellen müssen zum Standardverfahren werden.

Im Bereich der Online-Sicherheit ist es entscheidend zu verstehen, dass die Abwehr von Phishing-Angriffen kein einmaliger Kampf, sondern ein kontinuierlicher Einsatz ist. Mehrere Sicherheitsebenen sind erforderlich – von Firewalls und Antivirenprogrammen bis hin zu automatischen Systemaktualisierungen und Spamfiltern. Unternehmen müssen zudem in die Schulung ihrer Mitarbeiter investieren, um sie über die Risiken von Phishing-E-Mails und anderer elektronischer Kommunikation aufzuklären.

Phishing-Angriffe im Gesundheitswesen können aufgrund der Sensibilität und der persönlichen Natur der betroffenen Daten besonderen Schaden anrichten. Die Prävention solcher Angriffe erfordert ständige Wachsamkeit, kontinuierliche Weiterbildung und eine anpassungsfähige Sicherheitsinfrastruktur. Alle Akteure im Gesundheitswesen müssen sich der Bedrohungen bewusst sein und wirksame Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gesundheitswesen weiterhin ein lukratives Ziel für Cyberkriminelle darstellt, insbesondere durch Phishing-Angriffe. Wie die zuvor besprochenen Beispiele für Phishing-Angriffe im Gesundheitswesen zeigen, können diese Angriffe schwerwiegende Folgen haben. Daher ist es entscheidend, dass Gesundheitsorganisationen proaktiv robuste Cybersicherheitsmaßnahmen implementieren und dass sich jeder Einzelne seiner Rolle bei der Prävention solcher Angriffe bewusst ist. Die Kosten des Nichthandelns – in Form von finanziellen, reputationsbezogenen und datenschutzrechtlichen Verlusten – können enorm sein. Kontinuierliche Wachsamkeit, ständiges Lernen und die Anpassung an die sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen müssen daher im Mittelpunkt der Cybersicherheitsstrategie im Gesundheitswesen stehen.

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