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Worin unterscheidet sich ein Managed SOC von einem Inhouse-SOC?

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John Price
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Die Feinheiten und Merkmale von Cybersicherheitsdiensten wie Security Operations Centern (SOCs) zu verstehen, kann mitunter komplex sein, insbesondere bei der Unterscheidung zwischen einem Managed SOC und einem Inhouse-SOC. Für Unternehmen, die über die Art ihrer Cybersicherheitsinfrastruktur entscheiden, ist das Verständnis dieser Unterscheidung von entscheidender Bedeutung.

Ein Security Operations Center (SOC) ist im Wesentlichen ein Team von spezialisierten Cybersicherheitsexperten, deren Hauptaufgabe darin besteht, die Sicherheitslage einer Organisation kontinuierlich zu überwachen und zu analysieren, um so potenzielle Cyberbedrohungen und -schwachstellen zeitnah zu beheben. Es gibt zwei Haupttypen von SOCs: das interne SOC und das Managed SOC .

Inhouse SOC

Ein internes Security Operations Center (SOC), auch selbstverwaltetes SOC genannt , wird von der Organisation selbst mit eigenen Ressourcen aufgebaut, verwaltet und betrieben. Dies umfasst den Aufbau der Infrastruktur, die Installation von Überwachungstechnik, die Einstellung qualifizierter Cybersicherheitsexperten, die Einrichtung von Prozessen, die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle und vieles mehr – alles innerhalb der Organisation und in der Regel von einem zentralen Standort aus.

Ein wesentlicher Vorteil eines internen SOC liegt im tiefen Verständnis der IT-Umgebung des Unternehmens, das durch die räumliche Nähe des Sicherheitsteams zum System ermöglicht wird. Dieses Modell bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie hohe Infrastruktur- und Ressourcenkosten, Schwierigkeiten bei der Rekrutierung qualifizierter Cybersicherheitsexperten und einen enormen Zeitaufwand.

Managed SOC

Ein Managed SOC , auch bekannt als SOC as a Service oder Outsourcing-SOC, wird hingegen von einem externen Cybersicherheitsdienstleister bereitgestellt. Diese Anbieter verfügen über spezialisiertes Cybersicherheitswissen und modernste Technologie und bieten Überwachung und Bedrohungserkennung rund um die Uhr, sofortige Reaktion, zeitnahe Berichte und Analysen – und sind damit ein wertvoller Vorteil für Unternehmen.

Ein Managed SOC bietet zahlreiche Vorteile, von Kosteneffizienz bis hin zum Zugriff auf ein Expertenteam mit umfassender Erfahrung und fundiertem Fachwissen. Allerdings können Vertrauensverlust und geringere Kontrolle potenzielle Bedenken darstellen, da häufig sensible Daten verarbeitet werden.

Detaillierter Vergleich

Ressourceninvestitionen

Interne SOCs erfordern erhebliche Investitionen in den Infrastrukturaufbau und laufende Betriebskosten für die Instandhaltung der Anlagen. Im Gegensatz dazu arbeiten Managed SOCs mit einem Abonnementmodell, das die Vorlauf- und Betriebskosten deutlich senkt und somit eine kostengünstigere Lösung darstellt.

Zugang zu Experten

Der Zugang zu einem Talentpool mit spezifischen Cybersicherheitskenntnissen ist ein weiterer entscheidender Wettbewerbsvorteil. Aufgrund der hohen Nachfrage nach solchen Fachkräften kann es für Unternehmen schwierig sein, qualifizierte Cybersicherheitsexperten zu gewinnen und langfristig an ihr Unternehmen zu binden. Anbieter von Managed SOCs verfügen über ein Expertenteam, das ein breites Spektrum an Cybersicherheitsbereichen abdeckt und Unternehmen somit Zugang zu wertvollem Wissen und Erkenntnissen bietet.

Geschwindigkeit und Skalierbarkeit

Managed SOCs können dank ihres hohen Automatisierungsgrades und ihrer Expertise schnell auf sich entwickelnde Cyberbedrohungen reagieren. Sie können ihre Abläufe zudem flexibel an die Bedürfnisse einer Organisation anpassen. Interne SOCs stoßen aufgrund der begrenzten physischen Infrastruktur und des begrenzten Personals oft an ihre Grenzen hinsichtlich der Skalierbarkeit.

Totale Kontrolle versus Zusammenarbeit

Interne SOCs bieten den Vorteil der vollständigen Kontrolle über Sicherheitsmaßnahmen, Daten und Systeme. Angesichts der Sensibilität der Daten empfinden Unternehmen dies oft als beruhigend. Managed SOCs hingegen verfolgen einen kollaborativen Ansatz, der die Vorteile interner Teams mit dem Fachwissen externer Anbieter kombiniert. Obwohl dieses Modell mitunter weniger direkte Kontrolle ermöglicht, können enge Kooperationen zu effektiven Sicherheitsstrategien führen.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entscheidung zwischen einem Managed SOC und einem Inhouse-SOC maßgeblich von den individuellen Bedürfnissen, Zielen und Ressourcen eines Unternehmens abhängt. Ein Inhouse-SOC bietet den Vorteil der vollständigen Kontrolle und umfassender Systemkenntnisse, kann aber ressourcenintensiv sein. Ein Managed SOC hingegen ist eine kosteneffiziente Lösung, die Zugang zu einem Expertenteam, spezialisierter Technologie und schneller Skalierbarkeit bietet.

Entscheidend ist, die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten sorgfältig zu analysieren, bevor man sich für das am besten geeignete Modell entscheidet. Unabhängig vom gewählten Modell besteht das oberste Ziel darin, die Organisation vor den sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen und -schwachstellen zu schützen.

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