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Die richtige Balance finden: Wie oft sollten Penetrationstests für optimale Cybersicherheit durchgeführt werden?

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John Price
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Die richtige Balance zwischen Sicherheit und betrieblicher Effizienz zu finden, kann für viele Organisationen, insbesondere im Bereich der Cybersicherheit, eine heikle Angelegenheit sein. Ein zentraler Bestandteil einer robusten Abwehr gegen Cyberbedrohungen sind regelmäßige Penetrationstests – simulierte Cyberangriffe auf das Computersystem, um ausnutzbare Schwachstellen aufzudecken. Häufig stellt sich jedoch die Frage: „ Wie oft sollten Penetrationstests durchgeführt werden? “ Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, den Zweck von Penetrationstests, die Gründe für die optimale Testfrequenz und die Vorteile eines regelmäßigen Testplans zu verstehen.

Penetrationstests , oft auch Pentesting genannt, zielen darauf ab, potenzielle Schwachstellen in der Sicherheitsinfrastruktur einer Infrastruktur aufzudecken, die Angreifer ausnutzen könnten. Sie können als kontrollierte Umgebung für Cyberangriffe betrachtet werden, die es Unternehmen ermöglicht, Schwachstellen proaktiv zu beheben. Diese Tests können beliebig detailliert sein und neben Netzwerkschwachstellen auch potenzielle Risiken durch Social Engineering , physische Sicherheitslücken und andere Bereiche abdecken.

Die Häufigkeit von Penetrationstests hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend ist, dass der Testplan auf den individuellen Geschäftsanforderungen und dem für das Unternehmen akzeptablen Cyberrisiko basiert. Branchenübliche Best Practices empfehlen in der Regel einen jährlichen Penetrationstest. Für manche Unternehmen ist ein jährlicher Test jedoch möglicherweise nicht ausreichend.

Branchenvorschriften und Einhaltung

Einer der wichtigsten Faktoren, der die Häufigkeit von Penetrationstests beeinflusst, sind branchenspezifische Vorschriften und Compliance-Anforderungen. Viele Branchen haben Vorgaben für die Testfrequenz festgelegt. Beispielsweise schreibt der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) vor, dass Unternehmen, die Kreditkartenzahlungen akzeptieren, mindestens einmal jährlich oder nach jeder wesentlichen Infrastruktur- oder Anwendungsaktualisierung einen Penetrationstest durchführen müssen.

Änderungen an Infrastruktur und Systemen

Organisationen nehmen häufig Änderungen oder Aktualisierungen an ihrer IT-Infrastruktur, ihren Systemen und Anwendungen vor. Jedes Mal entstehen dadurch neue Variablen, die potenziell ausgenutzt werden können. Daher sollte jede bedeutende Änderung durch einen Penetrationstest ergänzt werden, um sicherzustellen, dass keine Sicherheitslücken entstanden sind.

Geschäftsrisikoprofil

Das akzeptable Risikoniveau variiert von Unternehmen zu Unternehmen und sollte daher maßgeblich die Häufigkeit von Penetrationstests bestimmen. Unternehmen mit einem höheren Risikoprofil, beispielsweise solche, die große Mengen sensibler Daten verarbeiten oder strengen regulatorischen Anforderungen unterliegen, sollten diese Tests häufiger durchführen.

Neben diesen regelmäßig geplanten Tests führen viele Organisationen kontinuierliche automatisierte Penetrationstests durch, um Echtzeitinformationen über potenzielle Sicherheitslücken zu erhalten. Die Automatisierung von Penetrationstests kann Organisationen helfen, Cyberkriminellen einen Schritt voraus zu sein und Schwachstellen zu beheben, bevor sie ausgenutzt werden können.

Die Vorteile regelmäßiger Penetrationstests

Regelmäßige Penetrationstests bieten zahlreiche Vorteile, die weit über die bloße Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinausgehen. In erster Linie verschaffen sie einem Unternehmen ein klares Bild seines aktuellen Cybersicherheitsstatus. Durch die aktive Suche nach potenziellen Schwachstellen werden Unternehmen auf ihre Schwächen aufmerksam und können Maßnahmen zu deren Behebung ergreifen. Dieser proaktive Ansatz reduziert das Risiko, Opfer eines tatsächlichen Cyberangriffs zu werden, erheblich.

Im Falle eines Sicherheitsvorfalls liefern frühere Penetrationstestberichte wertvolle Daten, um die Ursachen des Vorfalls zu verstehen und zukünftige Vorfälle zu verhindern. Regelmäßige Tests tragen außerdem dazu bei, dass die Abwehrmaßnahmen stets den neuesten Angriffstechniken entsprechen. Cyberkriminelle entwickeln ihre Strategien ständig weiter. Durch regelmäßige Tests wird dem entgegengewirkt, indem das System des Unternehmens den neuesten Phishing- und Hacking-Techniken ausgesetzt wird.

Abschließend

Die richtige Balance bei der Häufigkeit von Penetrationstests zu finden, kann eine Herausforderung sein. Doch das Verständnis ihrer Funktion, der Einflussfaktoren auf die Testfrequenz und der daraus resultierenden Vorteile hilft Unternehmen, einen angemessenen Testplan zu erstellen. Regulatorische Anforderungen, Infrastrukturänderungen und das Geschäftsrisikoprofil müssen berücksichtigt werden. Denken Sie daran: Das Hauptziel von Penetrationstests ist nicht nur die Einhaltung von Vorschriften, sondern die Verbesserung der Sicherheitslage. Es geht um proaktive Cybersicherheit – Schwachstellen zu finden und zu beheben, bevor sie ausgenutzt werden.

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