In der heutigen vernetzten Welt ist Cybersicherheit ein entscheidender Aspekt, den Unternehmen nicht vernachlässigen dürfen. Angesichts zunehmender Cyberbedrohungen ist das Verständnis des Unterschieds zwischen „Incident Management“ und „ Incident Response “ im Bereich der Cybersicherheit nicht nur notwendig, sondern unerlässlich. In diesem Blogbeitrag dient uns das Stichwort „Incident Management vs. Incident Response “ als Grundlage, um diese Konzepte detailliert zu beleuchten.
Einführung
Um Cyberbedrohungen wirksam zu bekämpfen, ist das Verständnis des Unterschieds zwischen Incident Management und Incident Response der erste Schritt. Trotz der bekannten Terminologie werden die beiden Begriffe oft verwechselt oder synonym verwendet. Obwohl sie eng miteinander verbunden sind, weisen sie spezifische Unterschiede hinsichtlich ihrer jeweiligen Rolle bei der Sicherung der IT-Infrastruktur eines Unternehmens auf.
Verständnis des Vorfallmanagements
Incident-Management umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Vorfalls – von der Identifizierung über die Behebung bis zum endgültigen Abschluss. Hauptziel ist die schnellstmögliche Wiederherstellung des regulären Betriebs und die Minimierung der Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. Im Kontext der IT-Systeme eines Unternehmens ist Incident-Management eine entscheidende Service-Management-Praxis, die Vorfälle behebt und gleichzeitig die Servicequalitätsanforderungen erfüllt.
Der Vorfallmanagementprozess umfasst typischerweise die folgenden Schritte:
- Vorfallidentifizierung
- Vorfallprotokollierung
- Vorfallkategorisierung
- Priorisierung von Vorfällen
- Erstdiagnose
- Funktionale und hierarchische Eskalationen
- Untersuchung und Diagnose
- Lösung und Wiederherstellung
- Abschluss des Vorfalls
- Nachbesprechung des Vorfalls
Verständnis der Reaktion auf Vorfälle
Der Begriff „ Incident Response “ bezeichnet die Vorgehensweise einer Organisation bei der Bewältigung von Cybersicherheitsvorfällen. Hauptziel ist es, die Ereignisse so zu managen, dass der Schaden begrenzt und die Wiederherstellungszeit sowie die Kosten reduziert werden. Ein solider Incident-Response -Plan soll Organisationen in die Lage versetzen, Cybersicherheitsvorfälle schnell zu erkennen, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen.
Der übliche Prozess zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle umfasst:
- Vorbereitung
- Detektion und Analyse
- Eindämmung, Ausrottung und Wiederherstellung
- Aktivitäten nach dem Vorfall
„Incident Management vs. Incident Response“ – Der Unterschied
Obwohl sowohl das Incident-Management als auch die Incident-Response integraler Bestandteil der Bewältigung von Cybersicherheitsvorfällen sind, ist es wichtig, ihre jeweiligen Terminologien gründlich zu verstehen, um sie in der Praxis effektiv anwenden zu können.
Im Großen und Ganzen geht es beim Incident Management um die Steuerung aller IT-Systeme, -Dienste und -Prozesse. Sein Anwendungsbereich reicht über die Cybersicherheit hinaus. Im Gegensatz dazu ist die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle ein Teilbereich des umfassenderen Incident-Management-Prozesses, der sich speziell mit Cybersicherheitsvorfällen befasst.
Das Verständnis dieser Unterscheidung zwischen „Incident Management“ und „Incident Response “ hilft IT- und Sicherheitsteams, spezifische Rollen und Verantwortlichkeiten zuzuweisen und so sicherzustellen, dass jede Cyberbedrohung eingedämmt, analysiert, behoben und angemessen überprüft wird – wodurch Ausfallzeiten minimiert und weitere Risiken abgemildert werden.
In der Praxis
In einem typischen Szenario, wenn ein potenzieller Cybersicherheitsvorfall auftritt, ermittelt das Incident-Response -Team dessen Ausmaß, Schweregrad und mögliche Auswirkungen. Anschließend ergreift es geeignete Maßnahmen, wie die Isolierung betroffener Systeme, die Beweissicherung und die Beseitigung von Bedrohungen. Sobald der Vorfall eingedämmt und die Systeme in den Zustand vor dem Vorfall zurückversetzt wurden, ist die Arbeit des Incident-Response- Teams abgeschlossen.
Der Vorfallmanagementprozess wird jedoch auch nach der ersten Behebung fortgesetzt. Dabei werden zuständige Akteure beauftragt, den Vorfall zu analysieren, die Ursachen zu ermitteln, daraus Lehren zu ziehen und Änderungen vorzuschlagen, um das Wiederauftreten ähnlicher Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Der Status quo und der Weg nach vorn
Trotz der klaren Unterscheidung verwischen erstaunlich viele Organisationen immer noch die Grenzen zwischen Vorfallmanagement und Vorfallreaktion . Dies kann dazu führen, dass kritische Vorfälle unentdeckt bleiben und sich die Risiken im Laufe der Zeit anhäufen.
Durch eine klare Definition der Rollen „Incident Management“ und „Incident Response “ können Unternehmen sicherstellen, dass sie nicht nur auf Vorfälle reagieren, sondern diese effektiv managen – und so ihre Cyberresilienz maximieren, ihren Ruf schützen und die kontinuierliche Bereitstellung von Diensten für die Nutzer gewährleisten.
Abschließend
Das Verständnis der Nuancen dieser Begriffe in der Debatte um „Incident Management vs. Incident Response “ ist unerlässlich. Beide sind wichtige Aspekte der Cybersicherheitsstrategie eines Unternehmens. Sie müssen sich ergänzen, nicht konkurrieren oder einander ersetzen. Durch die klare Definition von Prozessen, Rollen und Verantwortlichkeiten für Incident Management und Incident Response können Unternehmen ihre Cybersicherheit erheblich stärken und potenzielle Bedrohungen durch Cybervorfälle reduzieren.