Die Welt der Cybersicherheit entwickelt sich ständig weiter, wodurch standardisierte Richtlinien unerlässlich werden, um Organisationen bei der Bewertung und dem Management von Risiken zu unterstützen. Zu diesen Richtlinien zählen die CIS Controls und das NIST-Framework – zwei anerkannte und weithin akzeptierte Rahmenwerke für bewährte Cybersicherheitspraktiken. In diesem Blogbeitrag erläutern wir detailliert den Prozess der Zuordnung von CIS Controls zum NIST-Framework, der ein umfassendes Cybersicherheitsprotokoll hervorbringt.
Bevor wir uns auf diese Reise begeben, müssen wir zunächst verstehen, wofür die beiden Frameworks stehen. Die vom Center for Internet Security (CIS) entwickelten CIS Controls sind priorisierte Maßnahmen zur Abwehr aktueller Cyberbedrohungen. Die Controls sind branchenunabhängig und bieten universell anwendbare Methoden zur Stärkung der IT-Infrastruktur jeder Organisation. Die CIS Controls vermitteln bewährte Verfahren für Cybersicherheit auf praktische und verständliche Weise.
Das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST) hat hingegen das NIST Cybersecurity Framework entwickelt, einen umfassenden, freiwilligen Leitfaden, der auf bestehenden Standards und Richtlinien basiert und die Bewältigung und Reduzierung von Cybersicherheitsrisiken unterstützt. Er umfasst fünf Kernfunktionen: Identifizieren, Schützen, Erkennen, Reagieren und Wiederherstellen – ein systematischer Ansatz für die komplexe Aufgabe des Managements von Cybersicherheitsrisiken.
Obwohl beide Frameworks für sich genommen hervorragend sind, lässt sich die Cybersicherheit durch ihr Zusammenspiel deutlich verbessern. Hier kommt das Konzept der „Abbildung von CIS-Kontrollen auf das NIST-Framework“ ins Spiel. Diese sorgfältige Verknüpfung ermöglicht es Unternehmen, fundierte Einblicke in die Wirksamkeit ihrer Cybersicherheitsmaßnahmen zu gewinnen und eine umfassende Strategie zur Abwehr potenzieller Bedrohungen zu entwickeln.
Den Integrationsprozess erkunden
Die Zuordnung von CIS-Kontrollen zum NIST-Framework beinhaltet die Abstimmung der Sicherheitskontrollen mit den relevanten Funktionen des NIST-Frameworks. Wichtig ist, dass die Zuordnung kein Eins-zu-eins-Prozess ist. Eine einzelne CIS-Kontrolle kann oft mehreren NIST-Funktionen zugeordnet werden. Dies ermöglicht es Organisationen, verschiedene Aspekte der Cybersicherheit – vom Risikomanagement bis zur Schwachstellenbehebung – zentral zu behandeln.
Beginnen Sie mit der Überprüfung der bestehenden Sicherheitskontrollen Ihres Unternehmens anhand der CIS-Kontrollen. Ordnen Sie anschließend jede Ihrer Kontrollen den Kernfunktionen des NIST-Frameworks zu. Beispielsweise könnten Sie Ihre Maßnahmen zum Datenschutz – eine CIS-Kontrolle – der Funktion „Schutz“ im NIST-Framework zuordnen. Diese Zuordnung ergänzt einen umfassenden Ansatz für Cybersicherheit und vereint die Vorteile beider Ansätze.
Die Vorteile der Zuordnung von CIS-Kontrollen zu NIST
Eine sorgfältige Zuordnung der CIS-Kontrollen zum NIST-Framework bietet zahlreiche Vorteile. Dazu gehören ein klareres und effizienteres Verständnis der Sicherheitslage des Unternehmens, die Aufdeckung sich überschneidender Kontrollen und, vor allem, die Ermöglichung eines konsistenten und systematischen Ansatzes für das Risikomanagement.
Die CIS-Kontrollen beschreiben das „Was“ – sie schlagen Maßnahmen vor, die Organisationen ergreifen müssen, um ihre Cybersicherheit zu stärken. Das NIST-Framework beschreibt das „Wie“ – es liefert die Details zur Umsetzung dieser Maßnahmen. Die Zuordnung von CIS zu NIST führt somit zu einer umfassenden, praxisorientierten und unkomplizierten Cyberabwehrmethodik.
Im Wesentlichen funktioniert der Integrationsprozess wie ein Puzzle. Gemeinsam ergeben die CZIS Controls und das NIST-Framework ein präzises und umfassendes Bild der Cybersicherheitsmaßnahmen einer Organisation. Sie liefern zwar auch einzeln wertvolle Erkenntnisse, entfalten ihre volle Wirkung aber erst, wenn sie zu einer einzigen, nahtlos integrierten Einheit zusammengeführt werden.
Abschluss
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass angesichts der zunehmenden Komplexität von Cyberbedrohungen Investitionen in solide und umfassende Cybersicherheitsmaßnahmen für moderne Unternehmen wichtiger denn je sind. Durch die Zuordnung von CIS-Kontrollen zum NIST-Framework entwickeln Sie eine ausgefeilte Verteidigungsstrategie, die Cybersicherheitsrisiken effektiv reduziert, die Resilienz stärkt und ein gesundes Risikomanagement ermöglicht.
Bedenken Sie, dass diese Zuordnung kein standardisiertes Verfahren ist. Jede Organisation hat individuelle Anforderungen, Bedrohungen und Schwachstellen. Daher muss sie ihren eigenen Weg der Zuordnung von CIS-Kontrollen zu NIST beschreiten, um ein Cybersicherheitsprogramm zu entwickeln, das ihren spezifischen Bedürfnissen entspricht. Es ist ein präziser und gründlicher Prozess, dessen Ergebnisse jedoch lohnend sind: eine verbesserte Sicherheitslage, eine widerstandsfähige IT-Infrastruktur und eine sichere Cyberumgebung.