Die Cybersicherheitslage hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, und damit auch die dazugehörigen Vorschriften. Insbesondere in New York hat das Department of Financial Services (DFS) 2017 als Reaktion auf die zunehmenden Risiken durch Cyberangriffe seine Cybersicherheitsverordnung erlassen. Angesichts des bevorstehenden Jahres 2022 ist es für alle regulierten Unternehmen unerlässlich, die Cybersicherheitsvorschriften des New Yorker DFS und deren Aktualisierungen zu verstehen.
Ein Überblick über die Cybersicherheitsvorschriften des New Yorker Finanzdienstleistungsministeriums (DFS)
Die Cybersicherheitsbestimmungen der New Yorker Finanzaufsichtsbehörde (DFS) wurden erlassen, um die Sicherheit und Stabilität des New Yorker Finanzdienstleistungssektors zu gewährleisten, die sensiblen Kundendaten dieser Institute zu schützen und die für ihren Betrieb notwendigen IT-Systeme abzusichern. Die Bestimmungen gelten für alle Finanzdienstleistungsinstitute, die von der New Yorker DFS zur Geschäftstätigkeit zugelassen sind, unabhängig von ihrer Größe oder betrieblichen Komplexität.
Die Richtlinien umfassen mehrere kritische Bereiche, wie zum Beispiel die Einrichtung eines Cybersicherheitsprogramms, die Beschäftigung eines qualifizierten Chief Information Security Officer (CISO), die Umsetzung wichtiger Cybersicherheitsrichtlinien, das regelmäßige Testen der Cybersicherheitsabwehr, die Sicherstellung, dass auch Drittanbieter die Vorschriften einhalten, das Vorhandensein eines Reaktionsplans für Cybersicherheitsvorfälle und vieles mehr.
Aktualisierungen der Cybersicherheitsvorschriften des New Yorker Finanzdienstleistungsministeriums im Jahr 2022
Anwendungsbereich der Verordnung
Die ursprünglichen Regeln galten für Unternehmen, die der Aufsicht des DFS unterstanden. Ab 2022 gelten die Bestimmungen jedoch auch für Drittanbieter von in New York regulierten Unternehmen. Dieser Schritt soll einen umfassenden Datenschutz für Kunden gewährleisten.
Verstärkter Fokus auf Risikobewertungen
Die Cybersicherheitsvorschriften der New Yorker Finanzdienstleistungsbehörde (DFS) legen nun größeren Wert auf die Durchführung von Risikobewertungen. Finanzinstitute müssen die für ihre Geschäftstätigkeit spezifischen Cybersicherheitsrisiken identifizieren und bewerten und ihre Cybersicherheitsprogramme entsprechend gestalten.
Verbesserte Cybersicherheitsrichtlinien
Die aktualisierten Vorschriften unterstreichen die Notwendigkeit robuster Cybersicherheitsrichtlinien. Unternehmen sind nun verpflichtet, Richtlinien zu erstellen, die entweder vom Vorstand oder einem leitenden Angestellten genehmigt werden.
Anforderungen an einen Cybersicherheits-Notfallplan
Eine wichtige Neuerung für 2022 ist die Pflicht zur Erstellung eines schriftlichen Notfallplans . Dieser Plan soll die Maßnahmen beschreiben, die im Falle einer Cybersicherheitsverletzung oder eines anderen Vorfalls ergriffen werden.
Einhaltung der Cybersicherheitsvorschriften des New Yorker Finanzdienstleistungsministeriums
Die Umsetzung der Cybersicherheitsvorschriften des New Yorker DFS kann ein komplexer Prozess sein, ist aber für regulierte Unternehmen verpflichtend. Im Folgenden finden Sie konkrete Maßnahmen, die eine erfolgreiche Einhaltung erleichtern können:
Verschaffen Sie sich ein klares Verständnis der Verordnung
Der erste Schritt zur Einhaltung der Vorschriften besteht darin, die genauen Anforderungen der Verordnung zu verstehen und zu wissen, wie man sie auf die eigenen Geschäftsabläufe anwendet.
Beurteilen Sie die aktuelle Cybersicherheitslage
Eine gründliche Bewertung des aktuellen Cybersicherheitsstatus wird die Schwachstellen aufzeigen und diejenigen Bereiche identifizieren, die verbessert werden müssen, um die Standards der Verordnung zu erfüllen.
Entwicklung eines Cybersicherheitsprogramms
Erstellen Sie ein Cybersicherheitsprogramm, das den Cybersicherheitsvorschriften des New Yorker Finanzdienstleistungsministeriums (DFS) entspricht. Dieses Programm sollte umfassende Richtlinien, Risikomanagement, Schulungsverfahren und einen Notfallplan beinhalten.
Regelmäßige Prüfung und Berichterstattung
Nach der anfänglichen Einhaltung der Vorschriften sind regelmäßige Audits unerlässlich, um die dauerhafte Konformität sicherzustellen. Darüber hinaus schreibt die Verordnung eine jährliche Berichterstattung an das DFS über den Status des Cybersicherheitsprogramms und alle wichtigen Cybervorfälle vor.
Abschließend
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Cybersicherheitsvorschriften der New Yorker Finanzdienstleistungsaufsicht (DFS) einen strengen, aber notwendigen Rahmen für Finanzinstitute darstellen, um deren Interessen und die ihrer Kunden zu schützen. Angesichts der zunehmenden Bedrohungen im digitalen Raum bietet die Einhaltung dieser Vorschriften weitreichende Vorteile, die über die reine Konformität hinausgehen. Daher sollten alle regulierten Institute konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Anforderungen zu verstehen und innerhalb der vorgegebenen Frist zu erfüllen. Die Aktualisierungen von 2022 betonen insbesondere die Risikobewertung und die Planung der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle – beides wesentliche Faktoren moderner Cybersicherheitsstandards. Investitionen in die Einhaltung der Vorschriften stärken die Institute daher nicht nur gegen Cyberbedrohungen, sondern auch hinsichtlich ihrer gesamten operativen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber ihren Kunden und dem Markt.