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Vergleichende Analyse: NIST- vs. CIS-Kontrollen in der Cybersicherheit

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John Price
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Wenn es um die Einhaltung bewährter Verfahren im Bereich Cybersicherheit geht, orientieren sich Unternehmen häufig an etablierten Standards wie den Kontrollen des National Institute of Standards and Technology (NIST) und des Center for Internet Security (CIS). Die zentrale Frage „NIST- vs. CIS-Kontrollen“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Unternehmen versuchen, diese beiden entscheidenden Elemente zur Stärkung ihrer Cybersicherheitsstrategie zu analysieren. In diesem Blogbeitrag werden wir einen umfassenden Vergleich und eine Analyse dieser beiden wichtigen Kontrollstrukturen für Cybersicherheit vornehmen.

Vorstellung der Hauptakteure: NIST und CIS

Das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST) ist eine Bundesbehörde des US-Handelsministeriums. In seiner Sonderveröffentlichung 800-53 gibt das NIST Empfehlungen für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, um die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationssystemen und deren Daten zu gewährleisten. Diese Maßnahmen unterstützen Organisationen beim Management von Cyberrisiken und beim Aufbau eines effektiven Informationssicherheitsmanagementsystems.

Das Center for Internet Security (CIS) bietet hingegen eine Reihe weltweit anerkannter Best Practices, Tools und Richtlinien zum Schutz von Systemen vor unmittelbaren Cyberbedrohungen. Die CIS-Kontrollen stellen eine umfassende Sammlung hochpriorisierter und äußerst wirksamer Abwehrmaßnahmen dar, die einen Fahrplan zur Verbesserung der Sicherheitslage bieten.

Vergleichende Analyse der NIST- und CIS-Kontrollen

Grundlagen und Anwendung

Die NIST-Richtlinien sind komplex und vielseitig anwendbar. Sie decken die gesamte IT-Infrastruktur ab und sind weltweit in verschiedenen Branchen relevant. Die Tiefe des Rahmenwerks stellt möglicherweise seine einzige Einschränkung dar: Aufgrund ihrer Komplexität und ihres Umfangs sind die NIST-Kontrollen für kleinere Organisationen oft schwer greifbar.

Im Gegensatz dazu sind CIS-Kontrollen recht einfach gehalten und auf die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen beschränkt. Sie sind leichter verständlich und einfacher zu implementieren, insbesondere für kleinere Unternehmen oder Organisationen mit weniger Cybersicherheitsexpertise.

Umfang und Vielseitigkeit

Die NIST-Kontrollen bieten einen intensiven und umfassenden Ansatz für Cybersicherheit. Sie bieten einen strukturierten Rahmen zum Schutz aller Arten von Informationswerten, unabhängig davon, ob es sich um untergeordnete Aspekte der IT-Infrastruktur einer Organisation oder um Kernkomponenten strategischer Interessen handelt.

CIS verfolgt einen anderen Ansatz. Es konzentriert sich primär darauf, eine solide Grundlage für die Cybersicherheitsstrategie eines Unternehmens zu schaffen, indem es die Implementierung grundlegender Kontrollen betont, bevor fortgeschrittenere Kontrollen eingeführt werden. Es präsentiert einen vereinfachten, priorisierten Maßnahmenkatalog und ist daher ideal für Einsteiger sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Spezifität und Benutzerfreundlichkeit

Die NIST-Kontrollen sind detailliert und präzise und beschreiben die notwendigen Schritte zur Erreichung der Compliance und zum Risikomanagement sehr genau. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass dieser Detailgrad die Vorgaben mitunter etwas überfordernd und schwer verständlich machen kann, insbesondere für Organisationen ohne eine umfassende Risikomanagement-Infrastruktur.

CIS-Kontrollen hingegen sind weniger fachsprachlich und für weniger erfahrene Anwender leichter verständlich und anwendbar. Für Organisationen, die sich erst mit Cybersicherheit auseinandersetzen, können die praxisorientiertere Sprache und die unkomplizierten Anleitungen der CIS-Kontrollen daher von größerem Vorteil sein.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Analyse von NIST- und CIS-Kontrollen zeigt, dass beide in unterschiedlichen Szenarien erhebliche Vorteile und Anwendungsbereiche bieten. Die Wahl zwischen den beiden hängt in der Regel von den spezifischen Gegebenheiten Ihres Unternehmens ab. NIST bietet ein detailliertes und umfassendes Rahmenwerk, das sich für größere Unternehmen mit komplexen IT-Systemen und einer entsprechenden Risikomanagement-Infrastruktur eignet. CIS hingegen bietet eine äußerst praxisorientierte und einfach zu implementierende Kontrollliste, die sich ideal für kleinere Organisationen oder solche mit weniger Erfahrung im Umgang mit Cybersicherheitsrisiken eignet. Unabhängig davon, welche Lösung besser zu den Bedürfnissen Ihres Unternehmens passt, sind beide Cybersicherheitsmaßnahmen darauf ausgelegt, die Widerstandsfähigkeit und Robustheit Ihrer Infrastruktur gegenüber den wachsenden Bedrohungen des digitalen Zeitalters zu gewährleisten.

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