Blog

Passwortwörterbuchangriffe verstehen: Ein entscheidender Aspekt der Cybersicherheit

JP
John Price
Jüngste
Aktie

Im Bereich der Cybersicherheit ist ein Gebiet von entscheidender Bedeutung und erfordert ein umfassendes Verständnis aller Internetnutzer: Wörterbuchangriffe. Bei einem Wörterbuchangriff versuchen Cyberkriminelle, in ein passwortgeschütztes System oder Konto einzudringen, indem sie systematisch jedes Wort einer wörterbuchähnlichen Liste ausprobieren – daher der Begriff „Wörterbuchangriff“. Wir werden dieses Thema eingehend beleuchten und Definition, Mechanismen, Beispiele und Gegenmaßnahmen untersuchen, um Ihnen ein fundiertes Verständnis dieser Cyberbedrohung zu vermitteln.

Was ist ein Wörterbuchangriff auf Passwörter?

Ein Wörterbuchangriff ist eine gängige Form des Brute-Force-Angriffs, mit der Cyberkriminelle Sicherheitsmaßnahmen umgehen und sich unbefugten Zugriff auf ein System oder Konto verschaffen. Der Angreifer testet systematisch alle möglichen Passwörter anhand einer vorgegebenen Wortliste, die häufig aus einem digitalen Wörterbuch stammt – daher der Name. Auch wenn diese Angriffsmethode simpel erscheinen mag, sollte man sich nicht täuschen lassen. Die Effektivität eines Wörterbuchangriffs hängt maßgeblich von der Stärke der anvisierten Passwörter ab.

Funktionsweise von Wörterbuchangriffen mit Passwörtern

Im Folgenden wird die Funktionsweise eines Wörterbuchangriffs auf Passwörter detailliert beschrieben:

  1. Erstellung des Wörterbuchs: Der Angreifer erstellt ein Wörterbuch, eine lange Liste potenzieller Passwörter. Dieses Wörterbuch enthält üblicherweise häufig verwendete Passwörter, einfache Zahlenfolgen, alltägliche Wörter und Redewendungen.
  2. Automatisiertes Testen: Der Angreifer verwendet automatisierte Software, um systematisch jedes Passwort aus dem Wörterbuch einzugeben, bis eine Übereinstimmung gefunden wird. Dieser Vorgang kann je nach Größe des Wörterbuchs und Testgeschwindigkeit einige Minuten bis mehrere Stunden oder länger dauern.
  3. Erlangung unberechtigten Zugriffs: Wenn der Angriff erfolgreich ist, erlangt der Angreifer unberechtigten Zugriff auf das anvisierte System oder Konto.

Beispiele aus der Praxis für Wörterbuchangriffe auf Passwörter

Anhand konkreter Beispiele lässt sich feststellen, dass Angriffe auf Passwortwörterbücher einige der größten Datenpannen der Geschichte ausgelöst haben.

Im Jahr 2012 wurden bei einem schwerwiegenden Cyberangriff auf LinkedIn fast 6,5 Millionen Nutzerpasswörter gestohlen. Die Angreifer nutzten dabei eine ungesalzene SHA-1-Hashfunktion, was in Kombination mit relativ schwachen Nutzerpasswörtern zum Erfolg des Wörterbuchangriffs führte.

Ein weiteres Beispiel ist der Datendiebstahl bei Yahoo im Jahr 2013, bei dem rund drei Milliarden Konten kompromittiert wurden. Obwohl die genaue Angriffsmethode weiterhin unbekannt ist, vermuten Cybersicherheitsexperten, dass eine geplante Kombination verschiedener Techniken, darunter Wörterbuchangriffe auf Passwörter, zum Einsatz kam.

Schutz vor Wörterbuchangriffen mit Passwörtern

Hier sind einige wirksame Maßnahmen, um Ihr digitales Ökosystem vor Wörterbuchangriffen zu schützen:

  1. Erstellung komplexer Passwörter: Eine der besten Verteidigungsmaßnahmen gegen Wörterbuchangriffe besteht darin, komplexe und einzigartige Passwörter zu verwenden, da diese mit geringerer Wahrscheinlichkeit im Wörterbuch eines Angreifers enthalten sind.
  2. Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung: Durch das Hinzufügen einer zusätzlichen Sicherheitsebene, wie z. B. der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), kann die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angriffs deutlich verringert werden.
  3. Passwort-Salze: Ein Passwort-Salz ist eine zufällige Zeichenkette, die dem Passwort vor dem Hashing hinzugefügt wird. Durch das Hinzufügen von Salzen werden Passwörter komplexer und einzigartiger, wodurch sie seltener in vorgefertigten Wörterbüchern vorkommen.
  4. Kontosperrungen: Die Implementierung eines Systems, das das Konto nach einer bestimmten Anzahl erfolgloser Anmeldeversuche sperrt, kann Wörterbuchangriffe wirkungslos machen.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wörterbuchangriffe eine erhebliche Bedrohung für die Cybersicherheit darstellen. Auch wenn sie simpel erscheinen mögen, ist ihr Schadenspotenzial beträchtlich. Daher müssen wir die notwendigen Schritte unternehmen, um unsere digitalen Räume zu schützen. Die Bedeutung starker und komplexer Passwortrichtlinien zu unterschätzen, kann verheerende Folgen haben, wie reale Fälle von Cyberangriffen belegen. Durch die Anwendung strenger Passwortpraktiken und Sicherheitsprotokolle können wir einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Wörterbuchangriffe wirkungslos zu machen.

Sind Sie bereit, Ihre Sicherheitslage zu verbessern?

Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder benötigen Sie fachkundige Beratung zum Thema Cybersicherheit? Kontaktieren Sie unser Team, um Ihre Sicherheitsanforderungen zu besprechen.