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Sicherheit freischalten: Ein umfassender Leitfaden zu den Schritten des Penetrationstests

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John Price
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Penetrationstests , oft auch als ethisches Hacking bezeichnet, sind ein strategischer Bestandteil umfassender Netzwerksicherheit. Dieser Leitfaden erläutert die wichtigsten Schritte eines Penetrationstests , die für eine effektive Bewertung des Netzwerks Ihres Unternehmens – intern wie extern – erforderlich sind.

Bevor wir die einzelnen Schritte besprechen, wollen wir uns genauer ansehen, was ein Penetrationstest ist. Ein Penetrationstest ist ein autorisierter, simulierter Cyberangriff auf ein Computersystem, der durchgeführt wird, um dessen Sicherheit zu überprüfen. Ziel ist es nicht, Schaden anzurichten, sondern Schwachstellen aufzudecken, die von echten Hackern ausgenutzt werden könnten. Dies hilft Ihnen dabei, Ihre Abwehrmaßnahmen zu verstärken und Cyberkriminellen immer einen Schritt voraus zu sein.

Phase 1: Planung und Aufklärung

Die erste Phase eines Penetrationstests umfasst die Definition von Umfang und Zielen des Tests, einschließlich der zu prüfenden Systeme und der anzuwendenden Testmethoden. Auch das Sammeln von Informationen (z. B. Netzwerk- und Domänennamen, Mailserver) über das Zielsystem zur besseren Identifizierung potenzieller Schwachstellen gehört zu dieser Phase.

Phase 2: Scannen

Der nächste Schritt des Penetrationstests besteht darin, die Zielanwendungen und -netzwerke zu scannen, um zu ermitteln, wie das Ziel auf verschiedene Angriffsversuche reagiert. Dies geschieht typischerweise mithilfe automatisierter Tools, die Schwachstellen identifizieren und Datenflüsse sowie Netzwerke abbilden.

Phase 3: Zugang erlangen

Hierbei handelt es sich um das eigentliche „Hacking“, bei dem Schwachstellen im System aufgedeckt werden. Dies kann Angriffe auf Webanwendungen, die Ausführung von Schadcode oder Social-Engineering -Taktiken umfassen. Ziel ist es, in das System einzudringen und Berechtigungen zu erweitern, um sensible Daten zu erlangen.

Phase 4: Aufrechterhaltung des Zugangs

In dieser Phase geht es darum, im System zu bleiben, um möglichst viele wertvolle Informationen zu extrahieren. Hierfür werden Persistenzmechanismen eingesetzt, die es Testern ermöglichen, über längere Zeiträume unentdeckt im System zu bleiben und dabei mitunter das Security Incident and Event Management (SIEM) zu umgehen.

Phase 5: Analyse und Berichterstattung

In der Analysephase werden Berichte über die gefundenen Schwachstellen, die ausgenutzten Daten und die abgerufenen sensiblen Daten erstellt. Der Bericht sollte außerdem eine Dokumentation der durchgeführten Penetrationstests sowie Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen enthalten.

Risiken der Nichtdurchführung von Penetrationstests

Werden regelmäßige Penetrationstests vernachlässigt, setzt sich Ihr Unternehmen Risiken aus, die von finanziellen Verlusten über Reputationsschäden bis hin zu Bußgeldern und vielem mehr reichen. Es ist, als würde man die Bürotür unverschlossen lassen; irgendwann wird jemand mit böswilligen Absichten eindringen. Penetrationstests sollten fester Bestandteil Ihres IT-Budgets sein und genauso hohe Priorität genießen wie jede andere geschäftskritische Aktivität.

Vorteile von Penetrationstests

Penetrationstests ermöglichen es Unternehmen, potenzielle Sicherheitslücken zu erkennen, bevor diese von Angreifern ausgenutzt werden. Dadurch werden Datensicherheit und der Ruf des Unternehmens geschützt. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für die Entwicklung einer Sicherheitsstrategie und sind unerlässlich, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen.

Häufige Missverständnisse über Penetrationstests

Viele glauben, Penetrationstests seien dasselbe wie Schwachstellenscans, doch die beiden unterscheiden sich. Während Schwachstellenscans lediglich potenzielle Sicherheitsbedrohungen aufdecken, nutzt ein Penetrationstest diese Schwachstellen aus, um ihre Auswirkungen in der Praxis zu ermitteln. Ein weiterer Irrglaube ist, Penetrationstests seien ein einmaliges Projekt; tatsächlich sollten sie aufgrund der sich ständig weiterentwickelnden Cybersicherheitsbedrohungen regelmäßig durchgeführt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Schlüssel zur Absicherung Ihres Unternehmensnetzwerks und -systems gegen Cyberbedrohungen im Verständnis der in diesem Artikel beschriebenen umfassenden Penetrationstest- Schritte liegt. Um Schwachstellen effizient zu identifizieren, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden können, müssen Unternehmen ihre Tests planen, eine effektive Aufklärung durchführen, ihre Netzwerke scannen, Zugriff erlangen und aufrechterhalten sowie eine detaillierte Analyse und Berichterstattung erstellen. Darüber hinaus sollte dies fester Bestandteil Ihrer regulären Netzwerksicherheitspraktiken sein. Denken Sie daran: Ihre Sicherheitslage ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

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