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Die Komplexität des Penetrationstestprozesses in der Cybersicherheit verstehen

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John Price
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In der sich ständig weiterentwickelnden Informationstechnologie ist die Wahrung der Datenintegrität und -sicherheit von entscheidender Bedeutung. Ein zentrales Werkzeug der IT-Sicherheit ist der Penetrationstest . Zunächst klären wir, was genau dieser Test beinhaltet.

Ein Penetrationstest , auch Pentesting genannt, ist ein simulierter Cyberangriff auf Ihr Computersystem, der dazu dient, ausnutzbare Sicherheitslücken aufzudecken. Der entscheidende Punkt ist hierbei die Simulation. Es handelt sich um einen kontrollierten Angriff, der durchgeführt wird, um die Stärken und Schwächen Ihres Systems zu erkennen, bevor dies ein Angreifer tut. Der Test kann manuell oder mithilfe automatisierter Technologien durchgeführt werden und liefert ein Echtzeit-Szenario, wie ein potenzieller Sicherheitsvorfall ablaufen könnte.

Den Penetrationstestprozess verstehen

Der Penetrationstest ist ein mehrphasiger Prozess, der eine Vielzahl von Methoden und Taktiken umfasst, um Schwachstellen in Ihrem Cybersicherheitssystem aufzudecken. Typischerweise besteht ein Penetrationstest aus fünf Hauptschritten: Planung und Aufklärung, Scannen, Erlangen von Zugriff, Aufrechterhaltung des Zugriffs und Analyse. Im Folgenden werden die einzelnen Phasen des Penetrationstests näher erläutert.

Planung und Aufklärung

Der Beginn des Penetrationstestprozesses beinhaltet die Definition des Umfangs und der Ziele eines Tests und das Sammeln von Informationen (wie Netzwerk- und Domänennamen, Mailserver), um zu verstehen, wie ein Ziel funktioniert und welche potenziellen Schwachstellen es aufweist.

Scannen

Die zweite Phase ist das Scannen, bei dem der Tester versteht, wie die Zielanwendung auf verschiedene Angriffsversuche reagiert. Dies kann entweder statisch (durch Scannen des Codes) oder dynamisch (durch Scannen des Codes im laufenden Betrieb) erfolgen.

Zugang erhalten

Diese Phase umfasst verschiedene Strategien wie Angriffe auf Webanwendungen, Paketmitschnitte oder Rechteausweitung. Der Tester nutzt die in der vorherigen Phase erkannten Schwachstellen aus, um das potenzielle Schadensausmaß zu ermitteln.

Aufrechterhaltung des Zugangs

Nachdem der Penetrationstester Zugang erlangt hat, prüft er, ob die Schwachstelle genutzt werden kann, um eine dauerhafte Präsenz im angegriffenen System zu erreichen – das heißt, ob er lange genug im System bleiben kann, um eine fortgeschrittene, anhaltende Bedrohung zu simulieren?

Analyse

Die letzte Phase des Penetrationstests umfasst die Zusammenführung aller Ergebnisse und die Erstellung eines detaillierten Berichts. Dieser dokumentiert die erkannten Schwachstellen, die ausgenutzten Daten und die maximale Verweildauer des Testers im System. Der Bericht unterstützt Unternehmen dabei, fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Bereiche zu treffen, in denen Verbesserungen ihrer Sicherheit erforderlich sind.

Die verschiedenen Formen des Penetrationstests

Ebenso wichtig für das Verständnis des Penetrationstest -Prozesses ist das Verständnis der verschiedenen Arten von Penetrationstests, da dieses Wissen Ihre Sicht auf die Sicherheitslage Ihres Unternehmens erweitert. Die drei Arten von Penetrationstests sind Black-Box-, White-Box- und Gray-Box -Penetrationstests .

Black-Box-Penetrationstest

In dieser Form erhält der Tester nur sehr wenige Informationen über das Zielsystem. Der Test wird üblicherweise aus der Perspektive eines Außenstehenden durchgeführt, der keine spezifischen Kenntnisse über das System besitzt.

White-Box-Penetrationstest

Dies wird aus der Perspektive einer Person durchgeführt, die über umfassende Systemkenntnisse verfügt. Der Tester hat in diesem Szenario Zugriff auf Quellcode, IP-Adressen, Netzwerkdiagramme usw.

Penetrationstests mit grauer Box

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um eine Mischung aus Black-Box- und White-Box-Testing. Der Tester verfügt dabei über Teilkenntnisse des Systems. Der Test wird häufig unter den Bedingungen eines privilegierten Benutzers durchgeführt.

Ist der Penetrationstestprozess unerlässlich?

Angesichts zunehmender Cyberbedrohungen ist eine sichere IT-Umgebung nicht nur ein vorübergehender Trend, sondern eine geschäftliche Notwendigkeit. Penetrationstests bieten zahlreiche Vorteile – nicht nur für IT-Unternehmen, sondern für Organisationen aller Branchen. Sie helfen, Schwachstellen in Ihrer IT-Umgebung aufzudecken, die Durchführbarkeit verschiedener Angriffsvektoren zu ermitteln und Sicherheitslücken zu identifizieren, die mit einem reinen Netzwerkscan möglicherweise nicht erkennbar wären.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein professionell durchgeführter Penetrationstest äußerst vorteilhaft für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der IT-Sicherheit eines Unternehmens ist. Durch das Testen von Systemen mit praxisnahen Strategien können Unternehmen Sicherheitslücken frühzeitig erkennen und ihre geschäftskritischen Informationen vor potenziellen Bedrohungen schützen. Iterativ durchgeführt, stärkt der Penetrationstest die Sicherheitsmaßnahmen eines Unternehmens erheblich und ermöglicht seinen Kunden ein reibungsloses digitales Erlebnis. Daher ist er ein wesentlicher Bestandteil jeder umfassenden Cybersicherheitsstrategie.

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