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Die Rolle des Referer-Headers bei der Förderung der Cybersicherheit verstehen

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John Price
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Das World Wide Web ist ein offenes Spielfeld, das einer Vielzahl von Cyberbedrohungen ausgesetzt ist. Um eine sicherere Webnavigation zu ermöglichen, haben sich im Laufe der Zeit verschiedene HTTP-Methoden und -Header entwickelt. Heute wollen wir eine dieser technologischen Komponenten – den „Referer-Header“ – und seine Bedeutung für die Cybersicherheit näher betrachten.

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, ist es wichtig zu klären, was genau ein „Referer-Header“ ist. Wenn Sie auf einen Hyperlink auf einer Webseite klicken, sendet Ihr Browser eine Anfrage an den Server, der die Zielseite hostet. Diese Anfrage, häufig eine HTTP-GET-Anfrage, kann einen „Referer“-Header enthalten. Dieser Header teilt dem Server die Webseite (URL) mit, von der die Zielseite oder -ressource verlinkt wurde. Ursprünglich für Analysezwecke entwickelt, kann er auch zur Verbesserung der Websicherheit beitragen.

Die Rolle des Referer-Headers

Von der Nachverfolgung des Benutzernavigationsflusses über die Überprüfung der Quelle von Webanfragen bis hin zur Verhinderung von CSRF-Angriffen (Cross-Site Request Forgery) spielen die Referer-Header eine bedeutende Rolle.

Websites können Referrer-Header analysieren, um den Weg der Kunden durch ihre Seite nachzuvollziehen und so das Webdesign für höhere Konversionsraten zu optimieren. Indem sie zudem überprüfen, ob Anfragen von ihren eigenen Seiten stammen (die als vertrauenswürdiger gelten), schaffen sie eine zusätzliche Sicherheitsebene.

Eine weitere wichtige Rolle des Referer-Headers liegt in der Abwehr von CSRF-Angriffen. Durch die Überprüfung des Referer-Headers und die Bestätigung, dass die Anfrage von der eigenen Website stammt, kann sich eine Webanwendung effizienter vor CSRF-Angriffen schützen.

Mögliche Probleme mit Referer-Headern

Trotz ihrer Vorteile sind Referer-Header nicht fehlerfrei – sie können auch sensible Informationen preisgeben. Angenommen, ein Nutzer navigiert von einer passwortgeschützten Seite zu einer anderen Webseite. In diesem Fall enthält der Referer-Header, der mit der Anfrage an die zweite Seite gesendet wird, die URL der geschützten Seite und legt damit möglicherweise sensible Daten innerhalb dieser URL offen.

Risikominderung

Aufgrund dieser Risiken ist ein sorgfältiges Management der Referrer-Header unerlässlich. Die „Referrer-Policy“, ein vom W3C eingeführter HTTP-Header, ermöglicht es einer Website, den Umfang der im Referrer-Header enthaltenen Informationen zu steuern. Websites können diese Richtlinie auf verschiedenen Stufen festlegen, von „no-referrer“ bis hin zu „unsafe-url“, bei dem die vollständige URL unabhängig von den Sicherheitsrisiken gesendet wird.

Angesichts der sensiblen Natur der Informationen, die in Referer-Headern übertragen werden könnten, wäre die ausschließliche Übermittlung über HTTPS ein effektiver Ansatz, um die Vertraulichkeit zu gewährleisten.

Das Aufkommen von Referer-Header-Alternativen

Da der Schutz der Privatsphäre der Nutzer immer wichtiger wird, gibt es Bestrebungen, die Abhängigkeit von Referer-Headern zu verringern. In diesem Sinne hat das W3C eine Alternative zu Referer-Headern vorgeschlagen – den „Sec-Fetch-Site“-Header. Dieser enthält keine spezifischen Seitendaten, sondern informiert über die Beziehung zwischen der Ressource und der verweisenden Website.

Ein weiterer Aspekt ist der „Origin“-Header, der einen Mechanismus zur Isolierung potenzieller Schäden durch Skripte mit einer anderen Herkunft als der der Webseite bietet. Beide vorgeschlagenen Header bieten Vorteile hinsichtlich des Datenschutzes gegenüber Referer-Headern und sollten genauer untersucht werden.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Referer-Header wichtige Funktionen bei der Nachverfolgung der Webnavigation, der Überprüfung von Ressourcenanfragen und der Abwehr von CSRF-Angriffen erfüllt. Sein Nachteil liegt in der potenziellen Offenlegung sensibler Daten, was zur Entwicklung von Alternativen wie dem „Sec-Fetch-Site“- und dem „Origin“-Header geführt hat. Durch das Verständnis dieser Technologien können wir webbasierte Anwendungen und Daten besser verwalten und so für sicherere Webräume für alle sorgen.

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