Moderne Organisationen sind ständig bestrebt, ihre Netzwerke und Infrastrukturen zu schützen. Weltweit hat sich die Informationssicherheit zu einem permanenten Wettstreit zwischen Hackern und Cybersicherheitsexperten entwickelt. Die Bedrohung durch Cyberangriffe nimmt stetig zu , und Cyberkriminelle setzen immer neue und komplexere Angriffsformen ein. Gleichzeitig versuchen Informationssicherheitsexperten, ihre Organisationen trotz der sich wandelnden Bedrohungslage bestmöglich zu schützen. In diesem Umfeld wird die Entscheidung zwischen einem internen und einem externen Penetrationstest zunehmend komplexer.
Expertise im Bereich Penetrationstests durch Dritte:
Der entscheidendste Faktor bei der Unterscheidung zwischen einem internen Penetrationstest und einem externen Penetrationstest ist das Fachwissen des internen Sicherheitsteams einer Organisation.
Die Durchführung von Penetrationstests ist ein komplexer Prozess, der Fachwissen und spezielle Fähigkeiten erfordert. Häufig sind allgemeine IT-Teams nicht ausreichend geschult oder ausgestattet, um Penetrationstests auf dem Niveau spezialisierter Tester durchzuführen. Um Penetrationstests effektiv durchzuführen, nutzen externe Penetrationstester zudem spezielle Tools, Methoden und Software-Stacks. Ein allgemeiner IT-Sicherheitsexperte hat möglicherweise keinen Zugriff auf diese wichtigen Ressourcen. Darüber hinaus werden externe Penetrationstests von spezialisierten Penetrationstestern mit umfassender Erfahrung und Expertise durchgeführt. Ein interner Penetrationstest erfordert im Vergleich zu einem externen Penetrationstest auch einen deutlich höheren Aufwand an Überwachung und Management. Wenn Ihr Unternehmen also nicht über die notwendige Expertise für die Durchführung von Penetrationstests verfügt, ist es unerlässlich, einen externen Penetrationstest von einem spezialisierten Cybersicherheitsunternehmen durchführen zu lassen.
Interne vs. externe Penetrationstests: Die wichtigsten Unterschiede
- Fachkompetenz: Der deutlichste und vielleicht wichtigste Unterschied zwischen internen und externen Penetrationstests liegt in der Expertise. Während das interne Sicherheitsteam eines Unternehmens über allgemeine IT-Kenntnisse verfügen mag, ist Penetrationstesting ein Spezialgebiet. Es erfordert ein detailliertes Verständnis sich ständig weiterentwickelnder Bedrohungen, die Fähigkeit, reale Cyberangriffe zu simulieren, und Einblicke in die Psychologie des Angreifers. Kurz gesagt: Allgemeine IT-Kenntnisse reichen nicht aus.
- Schulung und Kompetenzen: Penetrationstests erfordern mehr als nur Wissen; es geht um dessen taktische Anwendung. Sie setzen spezialisierte Fähigkeiten voraus, die oft durch jahrelange Schulungen erworben werden und Schwachstellenanalysen , Anwendungssicherheitstests sowie das Verständnis von nutzerzentrierten Risiken wie Social Engineering umfassen. Interne IT-Fachkräfte sind zwar kompetent, haben aber möglicherweise keine so umfassende und spezialisierte Ausbildung absolviert.
- Werkzeuge des Fachs: Neben menschlichem Fachwissen stützt sich Penetrationstesting maßgeblich auf Werkzeuge – sei es Software für Netzwerk-Penetrationstests oder Methoden für Planspielübungen . Spezialisierte externe Tester verfügen in der Regel über ein umfassendes Toolset mit den neuesten Dienstprogrammen, Plattformen und Software-Stacks. Diese oft proprietären oder Premium-Tools stehen internen Teams möglicherweise nicht zur Verfügung.
- Erfahrung: Externe Penetrationstester verfügen über ein breites Erfahrungsspektrum. Sie haben wahrscheinlich in verschiedenen Branchen gearbeitet, sich vielfältigen Herausforderungen im Bereich Cybersicherheit gestellt und aus jedem Projekt wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Dieser Erfahrungsschatz ist von unschätzbarem Wert und liefert Einblicke, die einem internen Team möglicherweise fehlen.
- Management und Aufsicht: Interne Penetrationstests bringen eigene Managementherausforderungen mit sich. Sie erfordern Aufsicht, interne Koordination und mitunter die Umverteilung von Ressourcen. Im Gegensatz dazu können externe Tests, die von auf Cybersicherheitsschulungen undIncident Response spezialisierten Unternehmen durchgeführt werden, effizienter gestaltet werden, wodurch der Aufwand für das Unternehmen reduziert wird.
Der Weg nach vorn
Angesichts der Komplexität und der vielen Feinheiten von Penetrationstests müssen Unternehmen ihre internen Fähigkeiten kritisch hinterfragen. Besteht auch nur der geringste Zweifel an der Fähigkeit des internen Teams, reale Cyberbedrohungen effektiv zu simulieren, ist es ratsam, Spezialisten hinzuzuziehen. Penetrationstests durch externe Cybersicherheitsunternehmen gewährleisten, dass das Unternehmen von erstklassigem Fachwissen, umfassenden Methoden und modernsten Tools profitiert. Denn in der Cybersicherheit geht es nicht nur darum, Schwachstellen zu identifizieren, sondern sie im Kontext der gesamten Unternehmensrisiken zu verstehen. Externe Prüfer bieten diese ganzheitliche Perspektive und stellen sicher, dass Ihr Unternehmen gegen sich ständig weiterentwickelnde Cyberbedrohungen geschützt bleibt.
Gesamtkosten:
Bei jedem Cybersicherheitsprogramm müssen die zu erwartenden Kosten jeder Komponente berücksichtigt werden.
Je nach Unternehmensgröße und Testumfang können die Kosten für Penetrationstests stark variieren. Für kleine und mittlere Unternehmen können die Kosten für Schulung und Durchführung eines internen Penetrationstests schnell sehr hoch werden. Das interne Team benötigt zudem spezielle Tools, Software und zusätzliche Ressourcen. Daher ist die Beauftragung eines externen Anbieters oft die bessere Wahl. In diesem Fall trägt das Unternehmen lediglich die Servicekosten des Anbieters. Für größere Unternehmen können die anfänglichen Kosten für den Aufbau eines internen Penetrationstest- Teams hoch sein. Abhängig von Umfang und Häufigkeit der Tests ist dies jedoch langfristig wahrscheinlich die kostengünstigere Option.
Die finanziellen Auswirkungen verstehen
- Umfang und Reichweite: Jede Organisation ist einzigartig, nicht nur hinsichtlich ihrer operativen Ziele, sondern auch ihrer digitalen Präsenz. Die Größe einer Organisation kann den Umfang und die Reichweite der erforderlichen Penetrationstests maßgeblich bestimmen. Selbstverständlich hängen die damit verbundenen Kosten von diesen Faktoren ab.
- Interne Tests – Die versteckten Kosten: Für kleine und mittlere Unternehmen kann die Idee eines internen Penetrationstest-Teams verlockend sein. Doch diese Entscheidung birgt versteckte Kosten. Die Schulung eines internen Teams ist keine einmalige Investition, sondern ein kontinuierliches Engagement. Da sich Cyberbedrohungen ständig weiterentwickeln, steigt auch der Bedarf an fortlaufenden Schulungen. Hinzu kommen die Kosten für die benötigten Tools, Spezialsoftware und sonstige Infrastruktur, wodurch die finanzielle Belastung spürbar wird. Allein die Software und die Tools können erhebliche Kosten verursachen.
- Penetrationstests durch Dritte – Bezahlen Sie für Expertise: Die Beauftragung eines externen Penetrationstests ist vergleichbar mit der Einstellung eines Spezialisten. Hierbei bezahlt ein Unternehmen im Wesentlichen für die Dienstleistung, das Fachwissen und die Tools, die der externe Anbieter bereitstellt. Die finanzielle Abwicklung ist transparent – Sie tragen die reinen Servicekosten, ohne versteckte Gebühren.
- Größere Organisationen – andere Spielregeln: Für größere Organisationen ändert sich die Kalkulation etwas. Zwar können die anfänglichen Kosten für den Aufbau eines internen Penetrationstest-Teams beträchtlich sein, doch es greifen Skaleneffekte. Benötigt die Organisation häufige und umfassende Tests, können die Kosten pro Test im Laufe der Zeit intern günstiger werden. Es ist ein klassisches Beispiel für eine kurzfristige Investition mit langfristigen Vorteilen.
Die kluge Wahl treffen
Finanzielle Aspekte sind von größter Bedeutung, müssen aber im Zusammenhang mit den strategischen Zielen des Unternehmens abgewogen werden. Eine externe Zertifizierung verspricht Expertise und Präzision, jedoch ohne langfristige Verpflichtungen. Ein internes Team hingegen bietet mehr Kontrolle und kann potenziell besser mit der langfristigen Cybersicherheitsvision des Unternehmens übereinstimmen.
Integration und Skalierbarkeit
Im Bereich der Penetrationstests herrscht nach wie vor die Debatte zwischen internen und externen Experten. Beide Ansätze bringen spezifische Vorteile und Herausforderungen mit sich. Lassen Sie uns dieses komplexe Geflecht genauer betrachten, um herauszufinden, welcher Ansatz den Bedürfnissen eines Unternehmens am besten gerecht wird.
Der Heimvorteil: Penetrationstests im eigenen Haus
- Vertrautheit mit dem System: Der wohl größte Vorteil eines internen Penetrationstest-Teams liegt in seiner profunden Kenntnis des Unternehmens. Diese Tester kennen die Anwendungs- und Netzwerkarchitektur des Unternehmens in- und auswendig. Ihr tiefgreifendes Verständnis ist von unschätzbarem Wert, insbesondere wenn der Test einen differenzierten Ansatz erfordert, der auf die spezifischen Feinheiten des Systems zugeschnitten ist.
- Nahtlose Integration: Die Zugehörigkeit zum Unternehmen bedeutet, dass das interne Team dessen Ethos, Kultur und Arbeitsweisen teilt. Diese kulturelle Übereinstimmung gewährleistet eine reibungslose Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und eine effektive Kommunikation mit dem Management.
- Sofortmaßnahmen: Wird eine Schwachstelle entdeckt, können die internen Tester aufgrund ihrer Einbindung oft direkt mit den zuständigen Teams in Kontakt treten, um sofortige Abhilfemaßnahmen einzuleiten.
Die externe Speerspitze: Penetrationstests von Drittanbietern
- Die Außenperspektive: Eines der überzeugendsten Argumente für externe Penetrationstester ist ihre Fähigkeit, wie echte Angreifer zu denken. Sie betrachten Systeme unvoreingenommen und frei von internen Vorurteilen oder vorgefassten Meinungen. Diese Außenperspektive kann entscheidend sein, um Schwachstellen aufzudecken, die interne Teams möglicherweise übersehen.
- Skalierung nach Bedarf: Die Anforderungen an die Cybersicherheit sind dynamisch, und Umfang und Komplexität der Tests variieren je nach verschiedenen Faktoren. Spezialisierte Cybersicherheitsunternehmen verfügen über die nötige Flexibilität, um Ressourcen – sowohl personell als auch technisch – schnell zu skalieren. Ob groß angelegter Netzwerk-Penetrationstest oder gezielte Social-Engineering-Übung : Sie können ihre Vorgehensweise rasch anpassen.
- Einarbeitung: Eine potenzielle Herausforderung für externe Tester ist die anfängliche Einarbeitungszeit. Bevor sie mit dem Testen beginnen, müssen sie sich mit den Systemen und Prozessen des Unternehmens vertraut machen. Dies erfordert zwar einen gewissen Zeitaufwand im Vorfeld, doch die neue Perspektive, die sie einbringen, gleicht dies oft aus.
Der ideale Weg nach vorn
Die Entscheidung zwischen internen und externen Penetrationstests ist nicht einfach. Sie hängt von den spezifischen Bedürfnissen, Budgetvorgaben und langfristigen Cybersicherheitszielen eines Unternehmens ab. Während ein internes Team über fundiertes Wissen und Integration verfügt, bietet ein externes Team neue Perspektiven und Skalierbarkeit. Die Stärken und Schwächen beider Ansätze zu erkennen, ist der erste Schritt zu einer robusten Cybersicherheitsstrategie.
Zeit für die Überprüfung und Prüfung der Anbieter:
Bevor ein Unternehmen einen externen Penetrationstester beauftragt, muss es sorgfältig prüfen, ob seine sensiblen Daten und Informationen durch den Drittanbieter geschützt werden. Weitere Überprüfungen können erforderlich sein, um sicherzustellen, dass der Drittanbieter die Testanforderungen erfüllen kann. Ein internes Penetrationstest-Team bietet in dieser Hinsicht weniger Aufwand und Sicherheitsrisiken. Der Penetrationstest-Prozess ist komplex und mehrstufig. Ein externer Penetrationstest kann aufgrund der zusätzlichen Komplexität länger dauern als ein interner Penetrationstest. Ein internes Team ist besser in die digitalen Systeme und Testanforderungen des Unternehmens integriert und damit vertrauter. Um ein robustes und effektives Cybersicherheitsprogramm zu gewährleisten, sollten regelmäßig Penetrationstests durchgeführt werden. ist von entscheidender Bedeutung. Es kann Ihrem Unternehmen helfen, bestehende Schwachstellen in Ihrer Infrastrukturkette proaktiv zu beheben. Um optimale Ergebnisse für Ihr Unternehmen zu erzielen, sollten Sie nach Abwägung aller relevanten Faktoren zwischen einem internen oder einem externen Penetrationstest wählen.