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Drittparteien-Risikomanagement verstehen: Ein entscheidender Bestandteil der Cybersicherheit

JP
John Price
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Jedes Unternehmen arbeitet mit Drittanbietern zusammen. In unserer zunehmend vernetzten Welt bilden diese Beziehungen die Grundlage für den Handel auf allen Ebenen. Gleichzeitig bergen sie aber auch Risiken für Cyberangriffe, weshalb das Drittanbieter-Risikomanagement (TPRM) ein wesentlicher Bestandteil jeder Cybersicherheitsstrategie ist. In diesem Blogbeitrag erläutern wir die Definition von Drittanbieter-Risikomanagement und zeigen auf, warum es für die Informationssicherheit und die Abwehr potenzieller Cyberbedrohungen so wichtig geworden ist.

Einführung – Tauchen Sie ein in die Welt des Drittparteienrisikomanagements

Das Management von Drittparteirisiken ist der Prozess, in dem ein Unternehmen die Risiken seiner Geschäftsbeziehungen zu Drittparteien – wie Lieferanten, Händlern und Dienstleistern – identifiziert, bewertet und minimiert. Diese Risiken können durch verschiedene Faktoren entstehen, beispielsweise durch mangelhafte Informationssicherheit, finanzielle Instabilität oder auch geopolitische Probleme. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf Cyberbedrohungen als wesentlichen Risikofaktor in Geschäftsbeziehungen zu Drittparteien.

Die Cyberbedrohungslandschaft erkennen

Um die Komplexität des Drittparteienrisikomanagements zu verstehen, muss man wissen, wie diese Risiken in der digitalen Welt auftreten. Datenlecks und Cyberangriffe entstehen durch Sicherheitslücken in Netzwerken, die häufig von Hackern ausgenutzt werden, um unbefugten Zugriff auf sensible Informationen zu erlangen.

Drittanbieter öffnen potenzielle Einfallstore für diese Cyberbedrohungen. Beispielsweise können mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen in den IT-Systemen eines Anbieters vertrauliche Unternehmensdaten offenlegen. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Datendiebstahl bei Target im Jahr 2013, bei dem Hacker über einen externen Anbieter von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK) Zugriff erlangten.

Schlüsselelemente im Drittparteienrisikomanagement

Angesichts der erheblichen Risiken, die von Partnerschaften mit Drittanbietern ausgehen, sollten Unternehmen ein umfassendes TPRM (Third-Party Risk Management) in ihre Cybersicherheitsstrategie integrieren. Dieser Prozess umfasst im Wesentlichen drei entscheidende Schritte: Risikoidentifizierung, Risikobewertung und Risikominderung.

Risikoidentifizierung

Der erste Schritt im Drittanbieter-Risikomanagement (TPRM) besteht darin, potenzielle Bedrohungen zu erkennen. Unternehmen müssen ein umfassendes Verständnis ihres Drittanbieter-Ökosystems entwickeln und potenzielle Risikobereiche identifizieren. Dies kann die Klassifizierung von Drittanbietern anhand von Kategorien wie Zugriff auf sensible Informationen, Leistungshistorie und bekannten Schwachstellen umfassen.

Risikobewertung

Sobald potenzielle Risiken identifiziert sind, folgt die Risikobewertung. Unternehmen müssen die spezifischen Bedrohungen durch jeden Drittanbieter bewerten und dabei Faktoren wie dessen Sicherheitsmaßnahmen, die Einhaltung von Vorschriften, die Sensibilität der Informationen, auf die er Zugriff hat, usw. berücksichtigen.

Risikominderung

Der letzte Teil des TPRM umfasst die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung identifizierter Risiken. Dies kann eine Reihe von Aktivitäten beinhalten, von der Verstärkung von Sicherheitsmaßnahmen über die Änderung von Vertragsbedingungen bis hin zur Beendigung der Geschäftsbeziehung mit Dritten, falls erforderlich.

Integration des Drittanbieter-Risikomanagements in die Cybersicherheit

Die besprochenen Elemente bilden zwar die Grundlage des TPRM, doch die Integration dieses Prozesses in eine etablierte Cybersicherheitsstrategie erfordert einen umfassenderen Ansatz. Dieser beinhaltet die kontinuierliche Überwachung und Kontrolle jeder einzelnen Drittanbieterbeziehung.

Die Integration sollte kein einmaliger Vorgang, sondern ein fortlaufender Prozess sein. Regelmäßige Audits und Neubewertungen sind erforderlich, um sicherzustellen, dass Drittanbieter die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllen. Darüber hinaus sollte ein solider Notfallplan entwickelt werden, um potenzielle Sicherheitslücken effektiv und schnell zu beheben.

Weiterentwicklung des Drittparteienrisikomanagements

Da sich die Technologie in beispiellosem Tempo weiterentwickelt, nehmen auch die Cyberbedrohungen zu. Daher wird das Management von Drittparteirisiken künftig eine immer wichtigere Rolle in Cybersicherheitsstrategien spielen.

Ein proaktiver statt reaktiver Ansatz ist unerlässlich. So können Unternehmen potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen und die notwendigen Schutzmaßnahmen ergreifen. Ständige Wachsamkeit und eine sich stetig weiterentwickelnde Risikomanagementstrategie sind jetzt gefragt, um solchen Bedrohungen zu begegnen und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Definition des Drittparteienrisikomanagements (TPRM) und ein proaktiver Umgang mit diesen Risiken von entscheidender Bedeutung sind. Drittparteien sind heutzutage ein unvermeidbarer Bestandteil der Geschäftswelt. Daher ist es unerlässlich, das von ihnen ausgehende Sicherheitsrisiko zu minimieren, um sensible Informationen zu schützen und den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Erfolgreiches TPRM kombiniert die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Minderung von Drittparteienrisiken mit einem soliden Notfallplan für Cybervorfälle – alles nahtlos integriert in die Gesamtstrategie für Cybersicherheit des Unternehmens.

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