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Die Bedeutung der Bewertung von Drittanbietern im Bereich der Cybersicherheit verstehen

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John Price
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Mit der fortschreitenden digitalen Transformation, die weltweit alle Branchen erfasst, wird die zunehmende Abhängigkeit von Drittanbietern für Geschäftslösungen immer üblicher. Diese Vernetzung birgt jedoch auch potenzielle Schwachstellen, weshalb eine Drittanbieterbewertung ein unverzichtbarer Bestandteil eines umfassenden Cybersicherheitsprogramms ist. Dieser Blogbeitrag beleuchtet die Bedeutung von Drittanbieterbewertungen für die Cybersicherheit.

Einführung in die Bewertung von Drittanbietern

Eine Drittanbieterbewertung ist ein Prozess, mit dem Unternehmen die potenziellen Risiken bewerten, die sich aus der Zusammenarbeit mit Anbietern ergeben können, die Zugriff auf ihre Daten oder kritischen Systeme haben. Diese Prüfung umfasst die Bewertung der Systeme, Verfahren und Kontrollen des Anbieters, um deren Robustheit bei der Abwehr von Cyberangriffen zu ermitteln. Die Cybersicherheitsrisiken entwickeln sich ständig weiter, und die von Drittanbietern ausgehenden Cyberbedrohungen werden immer komplexer und ausgefeilter. Daher müssen Unternehmen eine gründliche Bewertung durchführen, um sicherzustellen, dass diese Drittanbieter hochsensible Daten schützen können.

Die Notwendigkeit der Bewertung von Drittanbietern

Geschäftsbeziehungen mit Drittanbietern beinhalten häufig den Zugriff auf oder die Verarbeitung sensibler Daten und sind daher ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Fehlende oder unzureichende Bewertungen von Drittanbietern können das Cybersicherheitsrisiko eines Unternehmens erheblich erhöhen. Mit der zunehmenden Nutzung von Cloud-Diensten ist der Anteil der Daten, die außerhalb des traditionellen Sicherheitsperimeters eines Unternehmens verarbeitet oder gespeichert werden, sprunghaft angestiegen. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Bewertung von Anbietern.

Statistische Realität

Laut aktuellen Branchenstatistiken ist ein erheblicher Anteil der Datenschutzverletzungen auf Sicherheitslücken bei Drittanbietern zurückzuführen. Diese Sicherheitsvorfälle können zu beträchtlichen finanziellen Verlusten führen, ganz zu schweigen von potenziellen Reputationsschäden, dem Verlust des Kundenvertrauens und behördlichen Strafen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Drittanbieterprüfungen.

Regulatorische Anforderungen

Verordnungen wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Europa und andere regionale Datenschutzbestimmungen verpflichten Organisationen zum Schutz personenbezogener Daten. Diese Anforderungen gelten auch für Drittanbieter. Daher ist eine sorgfältige Auswahl von Anbietern ein wesentlicher Bestandteil der Einhaltung dieser Vorschriften.

Bestandteile der Drittanbieterbewertung

Eine umfassende Bewertung von Drittanbietern umfasst mehrere Schlüsselkomponenten:

Erste Due-Diligence-Prüfung

Dieser Schritt umfasst die Bewertung der bisherigen Leistung eines Anbieters, die Überprüfung auf frühere Datenschutzverletzungen und die Prüfung seiner Cybersicherheitspraktiken. Unternehmen sollten die Sicherheitsrichtlinien, Datenverarbeitungsverfahren und Notfallwiederherstellungspläne potenzieller Anbieter untersuchen.

Bewertung

Anschließend sollte dem Anbieter eine Risikobewertung zugewiesen werden, die sich nach der Sensibilität der von ihm verarbeiteten oder abgerufenen Daten richtet. Je höher die Risikobewertung, desto detaillierter sollte die Prüfung ausfallen. Anbieter mit hohem Risiko erfordern möglicherweise Vor-Ort-Audits, Penetrationstests und umfassendere Überprüfungen ihrer Sicherheitsmaßnahmen.

Kontinuierliche Überwachung

Die Bewertung von Drittanbietern sollte keine einmalige Angelegenheit sein. Die kontinuierliche Überwachung der Cybersicherheitspraktiken und -kontrollen der Anbieter ist unerlässlich, da im Laufe der Zeit neue Schwachstellen auftreten und sich auch die Cybersicherheitskontrollen der Anbieter ändern können.

Wie man eine effektive Drittanbieterbewertung durchführt

Effektive Bewertungen von Drittanbietern erfordern einen systematischen und strukturierten Ansatz:

Erstellen Sie ein Inventar eines Drittanbieters

Die Identifizierung aller bestehenden und potenziellen Drittbeziehungen ist der erste Schritt. Die gesammelten Informationen sollten die Art der Daten, auf die der Anbieter Zugriff hat, die von ihm angebotenen Dienstleistungen und die Systeme, auf die er Zugriff hat, umfassen.

Priorisieren Sie die Lieferanten anhand des Risikos.

Nicht alle Lieferanten bergen das gleiche Risiko. Die Klassifizierung von Lieferanten anhand des von ihnen ausgehenden Risikos kann zu einer effektiveren Ressourcenverteilung beitragen.

Bewertungskriterien entwickeln

Legen Sie die entscheidenden Parameter fest, anhand derer die Anbieter bewertet werden sollen. Zu diesen Parametern sollten deren Cybersicherheitsmaßnahmen, ihr Ruf und ihre Fähigkeit zur Einhaltung regulatorischer Standards gehören.

Führen Sie die Bewertung durch

Führen Sie die Bewertung gemäß den zuvor festgelegten Kriterien durch und dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse.

Kontinuierliche Überwachung implementieren

Implementieren Sie Prozesse, um die Cybersicherheitspraktiken des Anbieters nach der ersten Bewertung kontinuierlich zu überwachen.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bewertung der Cybersicherheitslage von Drittanbietern im heutigen vernetzten Geschäftsumfeld von größter Bedeutung ist. Dieser Prozess liefert Unternehmen wichtige Erkenntnisse über potenzielle Schwachstellen in ihrem Lieferantennetzwerk und ermöglicht es ihnen so, proaktiv Maßnahmen zur Abwehr potenzieller Cyberbedrohungen zu ergreifen. Regelmäßige Lieferantenbewertungen bieten eine zusätzliche Ebene der Datensicherheit, reduzieren die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Cyberangriffe und gewährleisten gleichzeitig die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Eine strukturierte, detaillierte und kontinuierliche Drittanbieterbewertung bildet das Fundament nicht nur für ein effektives Lieferantenmanagement, sondern auch für eine robuste Cybersicherheitsstrategie.

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