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Aufdeckung von Bedrohungen: Die 10 größten OWASP-Schwachstellen in der Cybersicherheit – untersucht und erklärt

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John Price
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Im Bereich der Cybersicherheit ist das Verständnis der vorherrschenden Schwachstellen und potenziellen Bedrohungen entscheidend für wirksame Schutzmaßnahmen. In diesem Blogbeitrag untersuchen und erläutern wir die zehn kritischsten Sicherheitsrisiken für Webanwendungen, die vom Open Web Application Security Project (OWASP) identifiziert wurden.

OWASP, eine gemeinnützige Organisation zur Verbesserung der Softwaresicherheit, veröffentlicht regelmäßig eine Liste der alarmierendsten Sicherheitsrisiken für Webanwendungen. Diese Liste ist eine wertvolle Ressource, um diese Schwachstellen zu verstehen und zu beheben. Kommen wir nun zu den zehn wichtigsten OWASP-Schwachstellen.

1. Injektion

An erster Stelle der OWASP-Schwachstellenliste steht Injection. Eine Injection-Schwachstelle entsteht, wenn eine Anwendung nicht vertrauenswürdige Daten im Rahmen einer Abfrage an einen Interpreter sendet. Das häufigste Beispiel ist SQL-Injection. Sie kann zu Datenverlust oder -beschädigung, fehlender Nachvollziehbarkeit und Zugriffsverweigerung führen. Solche Schwachstellen lassen sich durch eine sichere API verhindern, die parametrisierte Eingaben ermöglicht oder Sonderzeichen maskiert, um syntaktische Effekte zu vermeiden.

2. Fehlerhafte Authentifizierung

Fehlerhafte Authentifizierung belegt den zweiten Platz in der OWASP-Top-10-Sicherheitsliste. Solche Risiken entstehen, wenn Sitzungsverwaltung und Authentifizierungsfunktionen fehlerhaft implementiert sind. Dadurch können Angreifer Passwörter oder Sitzungstoken kompromittieren oder andere Implementierungsfehler ausnutzen, um die Identität von Benutzern anzunehmen. Die Verwendung von Multi-Faktor-Authentifizierung und die Verhinderung der automatischen Interaktion mit einem Authentifizierungsmechanismus können vor dieser Sicherheitslücke schützen.

3. Offenlegung sensibler Daten

An nächster Stelle steht die Gefährdung sensibler Daten. Viele Webanwendungen schützen sensible Daten wie Finanz- und Gesundheitsinformationen unzureichend und sind dadurch anfällig für Angriffe. Die Verschlüsselung aller sensiblen Daten im Ruhezustand und während der Übertragung sowie die Vermeidung unnötiger Speicherung sensibler Daten können helfen, diese Schwachstelle zu beheben.

4. Externe XML-Entität (XXE)

An vierter Stelle stehen XXE-Schwachstellen. Diese Risiken entstehen, wenn veraltete oder fehlerhaft konfigurierte XML-Prozessoren externe Entitätsreferenzen in XML-Dokumenten auswerten. Dies kann zu internem Dateiaustausch, internem Port-Scanning, Remote-Code-Ausführung und Denial-of-Service-Angriffen (DoS) führen. Das Deaktivieren externer Entitäten in XML kann diese Schwachstellen mindern.

5. Defekte Zugangskontrolle

In der Mitte der Liste stoßen wir auf fehlerhafte Zugriffskontrolle. Wenn Benutzer Aktionen ausführen oder auf Daten zugreifen können, die ihnen nicht zustehen, liegt eine Sicherheitslücke in der Zugriffskontrolle vor. Ein solcher Fehler lässt sich beheben, indem der Zugriff standardmäßig verweigert, die Datensatzinhaberschaft durchgesetzt und die Zugriffskontrollen eingeschränkt und vereinfacht werden.

6. Sicherheitsfehlkonfiguration

Fehlkonfigurationen im Bereich der Sicherheit sind ein weiteres häufiges Problem auf der OWASP-Liste. Dies kann auf jeder Ebene des Anwendungs-Stacks auftreten, beispielsweise durch unsichere Standardkonfigurationen, unvollständige oder ad-hoc-Konfigurationen, ungeschützten Cloud-Speicher, falsch konfigurierte HTTP-Header und ausführliche Fehlermeldungen mit sensiblen Informationen. Regelmäßige Überprüfungen der Konfiguration und die Aktualisierung der Software können diese Sicherheitslücke verhindern.

7. Cross-Site-Scripting (XSS)

Als Nächstes betrachten wir Cross-Site-Scripting-Schwachstellen. XSS-Angriffe erfolgen, wenn ein Angreifer eine Webanwendung als Einfallstor nutzt, um Schadcode an einen Endbenutzer zu senden. Der Einsatz von Frameworks, die XSS-Angriffe standardmäßig automatisch verhindern, die Anwendung kontextsensitiver Kodierung und die Implementierung von Content-Security-Policies sind wirksame Schutzmaßnahmen gegen XSS.

8. Unsichere Deserialisierung

An achter Stelle der Liste steht die unsichere Deserialisierung. Diese Schwachstelle kann zur Ausführung von Remote-Code, zu Replay-Angriffen, Injection-Angriffen und Rechteausweitungsangriffen führen. Die Implementierung von Integritätsprüfungen, wie beispielsweise digitalen Signaturen für serialisierte Objekte, kann vor dieser Schwachstelle schützen.

9. Verwendung von Komponenten mit bekannten Sicherheitslücken

Die vorletzte Schwachstelle auf der OWASP-Liste ist die Verwendung von Komponenten mit bekannten Sicherheitslücken. Wenn eine Anwendung solche Komponenten nutzt, kann dies zu schwerwiegendem Datenverlust oder zur Übernahme eines Servers führen. Durch die Pflege eines genauen Komponenteninventars und dessen regelmäßige Aktualisierung lässt sich diese Schwachstelle minimieren.

10. Unzureichende Protokollierung und Überwachung

Schließlich weisen wir unzureichende Protokollierungs- und Überwachungsmethoden auf. Die rechtzeitige Erkennung von Sicherheitsvorfällen ermöglicht eine schnelle Reaktion und hat einen erheblichen Einfluss auf deren Schadenspotenzial. Diese Schwachstelle lässt sich durch die Implementierung effektiver Protokollierungs- und Überwachungspraktiken sowie die Erstellung eines Notfall- und Managementplans vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen , dass es im Bereich der Cybersicherheit unerlässlich ist, über die zehn wichtigsten OWASP-Schwachstellen informiert zu bleiben. Durch das Verständnis dieser Risiken und ihrer potenziellen Auswirkungen können Cybersicherheitsexperten wirksame Schutzmaßnahmen entwickeln und so die Sicherheit von Webanwendungen gewährleisten. Vorbeugen ist bekanntlich besser als Heilen – insbesondere im Bereich der Cybersicherheit.

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