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Die virtuelle Bedrohung entlarven: Eine Untersuchung verschiedener Arten von Cyberkriminalität anhand von Beispielen aus dem realen Leben

JP
John Price
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In einer zunehmend vernetzten Welt beobachten wir einen stetigen Anstieg der Anzahl und Intensität von Cyberangriffen. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihr System – ob privat oder geschäftlich – mindestens einmal von einer Cyberbedrohung betroffen war. Um diese Angriffe effektiv zu verstehen und ihnen entgegenzuwirken, müssen wir uns eingehender mit den verschiedenen Arten von Cyberkriminalität auseinandersetzen und Beispiele heranziehen.

Cyberkriminalität tritt in vielfältigen Formen auf, von harmlosen Streichen bis hin zu verheerenden Angriffen, die ganze Volkswirtschaften lahmlegen können. Doch unabhängig von Ausmaß und Auswirkungen haben alle Cyberbedrohungen eines gemeinsam: die Verletzung der digitalen Sicherheit von Privatpersonen und Institutionen. Dieser Beitrag nimmt Sie mit auf eine Reise durch die turbulente Welt der Cyberbedrohungen und veranschaulicht anhand realer Beispiele, wie diese Verbrechen entstehen.

Die finstere Welt des Phishings

Statistisch gesehen zählt Phishing zu den häufigsten Formen von Cyberkriminalität. Dabei handelt es sich um eine manipulative Methode, bei der sich Cyberkriminelle als vertrauenswürdige Institutionen ausgeben, um Menschen zur Preisgabe ihrer sensiblen Daten zu verleiten. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Versand gefälschter E-Mails, die im Namen bekannter Unternehmen wie Banken verfasst werden und die Empfänger auf Links zu betrügerischen Webseiten locken.

Einer der berüchtigtsten Phishing-Angriffe in der realen Welt ist der RSA-Datendiebstahl von 2011. Dabei gelang es den Angreifern durch eine ausgeklügelte Phishing-Masche, die SecureID-Authentifizierungstoken des Sicherheitskonzerns zu kompromittieren. Innerhalb von zwei Tagen verschickten sie zwei verschiedene Phishing-E-Mails an kleine Gruppen von RSA-Mitarbeitern. Die E-Mails enthielten eine Excel-Tabelle mit versteckter Schadsoftware, die es den Angreifern ermöglichte, das RSA-System zu übernehmen.

Aufdeckung von Malware-Angriffen

Malware-Angriffe stellen eine weitere weit verbreitete Form der Cyberkriminalität dar. Dabei wird Schadsoftware (Malware) wie Viren, Würmer, Trojaner und Ransomware eingesetzt, um Computersysteme oder Netzwerke zu infiltrieren und zu beschädigen. Ein bekanntes Beispiel ist der WannaCry-Ransomware-Angriff im Mai 2017, der Hunderttausende Computer in über 150 Ländern betraf. Die Angreifer nutzten eine Sicherheitslücke im Windows-Betriebssystem von Microsoft aus, verschlüsselten die Daten der Nutzer und forderten Bitcoin-Zahlungen als Lösegeld.

Analyse von Denial-of-Service- (DoS) und Distributed-Denial-of-Service- (DDoS) Angriffen

DoS- und DDoS-Angriffe überlasten die Ressourcen eines Servers oder Netzwerks und machen es dadurch für legitime Nutzer langsam oder gar unzugänglich. Die Angreifer versuchen häufig, das Zielsystem zum Absturz zu bringen oder dessen Ressourcen zu erschöpfen. Ein bekanntes Beispiel für einen DDoS-Angriff ist der Dyn-Angriff im Oktober 2016. Dieser Angriff legte große Internetplattformen und -dienste in Europa und Nordamerika lahm und betraf Unternehmen wie Twitter, Reddit und Netflix.

Aufdeckung fortgeschrittener persistenter Bedrohungen (APTs)

APTs sind langfristige, gezielte Angriffe, bei denen Kriminelle in ein Netzwerk eindringen und über einen längeren Zeitraum unentdeckt bleiben, um häufig Daten zu stehlen oder die Aktivitäten der Nutzer zu überwachen. Der Sony-Pictures-Hack von 2014 gilt als berüchtigter APT-Fall. Die Hacker, bekannt als „Guardians of Peace“, drangen in das Sony-Netzwerk ein, stahlen sensible Daten und führten eine vollständige Datenlöschung der Firmenserver durch.

Die Bedrohung durch Kryptojacking

Cryptojacking ist eine relativ neue Form der Cyberkriminalität, bei der Angreifer den Computer des Opfers unrechtmäßig zum Schürfen von Kryptowährungen nutzen. Im Jahr 2018 wurde auch Tesla Opfer von Cryptojacking. Kriminelle drangen in Teslas ungeschützte Kubernetes-Konsole ein und nutzten sie zum Schürfen von Kryptowährungen.

Die komplexe Aufteilung der Cyberspionage

Cyberspionage umfasst das illegale und fortgesetzte Sammeln sensibler Informationen von Einzelpersonen, Unternehmen oder Regierungen zum Zwecke politischer, wirtschaftlicher oder militärischer Vorteile. Ein bekanntes Beispiel ist die Equation Group, die von Kaspersky Lab aufgedeckt wurde. Sie gilt als Initiative der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) und war seit 2001 aktiv, um prominente Ziele wie das iranische Atomprogramm und das russische Militär auszuspionieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass kriminelle Elemente in unserer digitalen Welt ihre technologischen Fähigkeiten stetig weiterentwickeln und damit die digitale Sicherheit gefährden. Von Phishing und Malware über DoS/DDoS-Angriffe, APTs und Kryptojacking bis hin zu Cyberspionage – diese Arten von Cyberkriminalität verdeutlichen die anhaltende Bedrohung, der wir ausgesetzt sind. Auch wenn dies beunruhigend erscheint, ist das Verständnis dieser Bedrohungen und ihrer realen Auswirkungen der erste Schritt, um unsere Systeme zu schützen und unsere digitale Sicherheit im zunehmend virtuellen Zeitalter zu gewährleisten.

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