In der digitalen Welt finden zahlreiche gefährliche Aktivitäten statt, die darauf abzielen, die Sicherheit, die Privatsphäre und die Integrität von Nutzern, Unternehmen und Organisationen zu gefährden. Cyberbedrohungen entwickeln sich ständig weiter, werden immer raffinierter und unauffälliger und stellen somit eine große Herausforderung für die Cybersicherheit dar. Ein Paradebeispiel für diese sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen ist Phishing, eine Online-Betrugstechnik. Ziel dieses Blogbeitrags ist es, die acht Arten von Phishing vorzustellen.
Phishing verstehen
Phishing ist im Kern eine Form des Cyberangriffs, bei dem Nutzer durch die Vortäuschung einer legitimen Identität dazu verleitet werden, sensible Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern oder Sozialversicherungsnummern preiszugeben. Der Angreifer versendet in der Regel E-Mails oder Nachrichten oder erstellt Webseiten, die renommierten Instituten, Banken oder Organisationen täuschend ähnlich sehen, um betrügerische Handlungen durchzuführen.
Die 8 Arten von Phishing-Angriffen
Phishing-Angriffe sind nicht einheitlich, sondern unterscheiden sich erheblich in ihren Strategien, Zielen und ihrer Durchführung. Hier stellen wir die acht häufigsten Arten von Phishing-Angriffen im Bereich der Cybersicherheit vor.
1. Täuschendes Phishing
Die häufigste Form des Phishings, das betrügerische Phishing, besteht darin, dass sich Angreifer als legitimer Dienst ausgeben, um die Anmeldedaten oder persönlichen Informationen des Nutzers zu stehlen. Die Phishing-E-Mails fordern die Opfer dazu auf, auf Links zu klicken, die sie auf eine gefälschte Webseite weiterleiten, wo sie zur Eingabe ihrer vertraulichen Daten aufgefordert werden.
2. Spear-Phishing
Beim Spear-Phishing personalisieren die Angreifer ihre Angriffs-E-Mails mit dem Namen, der Position, dem Unternehmen, der geschäftlichen Telefonnummer oder anderen Informationen des Ziels, um den Empfänger zu täuschen und ihn glauben zu lassen, dass er in Verbindung mit dem Absender steht.
3. CEO-Betrug (Walfang)
CEO-Betrug, auch bekannt als Whaling, zielt auf hochrangige Führungskräfte (CEOs, CFOs usw.) ab, um sie zur Genehmigung von hohen Überweisungen auf das Bankkonto des Angreifers zu verleiten. Angreifer verschaffen sich häufig unbefugten Zugriff auf das E-Mail-Konto der Führungskraft und geben sich als diese aus, um die Transaktionen zu veranlassen.
4. Pharming
Pharming, eine der technisch anspruchsvolleren Phishing-Arten, besteht darin, dass Angreifer die Online-Anfragen ihrer Opfer umleiten. Ziel ist es, Nutzer auf eine betrügerische Website zu locken, selbst wenn die korrekte URL eingegeben wird. Dies wird typischerweise durch Manipulation des DNS-Servers der Website erreicht.
5. Vishing (Sprach-Phishing)
Vishing oder Voice-Phishing nutzt Telefonanrufe oder Sprachnachrichten, die angeblich von seriösen Organisationen stammen, um Nutzer zur Preisgabe sensibler Daten zu verleiten. Angreifer verwenden typischerweise Voice-over-IP-Technologie (VoIP) und automatisieren den Vishing-Prozess mit vorab aufgezeichneten automatisierten Anrufen.
6. Smishing (SMS-Phishing)
Smishing ist ein Phishing-Angriff per SMS. Die Täter versenden betrügerische Nachrichten, um die Empfänger zu unerwünschten Handlungen zu verleiten, beispielsweise zum Anklicken eines schädlichen Links oder zur Preisgabe persönlicher Daten unter dem Vorwand eines „dringenden“ Notfalls.
7. Pop-up-Phishing
Beim Pop-up-Phishing werden auf authentischen Webseiten irreführende Pop-ups eingesetzt, um Nutzer zur Eingabe ihrer persönlichen Daten zu verleiten. Ein Klick auf diese Pop-ups führt in der Regel dazu, dass Schadsoftware unbemerkt auf dem Gerät des Nutzers installiert wird.
8. Phishing in Kneipen
Bei der Watering-Hole-Attacke beobachtet der Betrüger Webseiten oder Plattformen, die von seinen potenziellen Opfern häufig besucht werden. Anschließend infiziert er diese Seiten mit Schadsoftware, um beim Einloggen Informationen von den Opfern abzufangen.
Phishing-Angriffe verhindern
Um Phishing-Angriffe zu verhindern, sind Schulungen für die Nutzer, aktuelle Systeme und wirksame Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Nutzer müssen lernen, verdächtige E-Mails, Links oder Websites zu erkennen. Um Phishing-Versuche zu erkennen und abzuwehren, sollten stets aktuelle Antivirensoftware, Firewalls und Sicherheitsoptionen für das Surfen im Internet vorhanden sein. Unternehmen benötigen ausgefeilte E-Mail-Gateways und -Systeme, die E-Mails auf Phishing-Indikatoren prüfen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet Nutzern darüber hinaus zusätzlichen Schutz.
Abschluss
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis der acht Phishing-Arten für Einzelpersonen und Organisationen, die sich in der digitalen Welt schützen wollen, unerlässlich ist. Phishing-Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter, und die Kenntnis der verschiedenen Angriffsarten hilft, sich darauf vorzubereiten und sie zu verhindern. Robuste, mehrschichtige Sicherheitsvorkehrungen in Technologie, Erkennungstools und gut informierte Nutzer sind im Kampf gegen diese Cyberbedrohungen von unschätzbarem Wert.