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Den Umfang verstehen: Was deckt eine Cyberversicherung ab?

JP
John Price
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In einer zunehmend digitalisierten Welt suchen Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen in der Cyberversicherung nach einem Sicherheitsnetz. Sie soll finanzielle Verluste durch diverse internetbasierte Risiken abfedern, doch das Verständnis ihres Versicherungsumfangs geht weit über allgemeine Kenntnisse hinaus. Ein tiefgreifendes Verständnis solcher Policen ist umso wichtiger, als Cyberangriffe stetig an Zahl und Raffinesse zunehmen. Dieser Blogbeitrag bietet eine detaillierte Erläuterung des Umfangs einer Cyberversicherung.

Um zu verstehen, was eine Cyberversicherung abdeckt, müssen wir zunächst einige grundlegende Begriffe klären. Die Cyberversicherung, auch Cyberrisikoversicherung oder Cyberhaftpflichtversicherung genannt, ist speziell darauf ausgelegt, Unternehmen bei der Risikominderung zu unterstützen, indem sie die Kosten für die Wiederherstellung nach einem Cyberangriff oder einem ähnlichen Ereignis abdeckt. Diese Art von Versicherung ist ein konkretes Produkt, das aus dem immateriellen Konzept des Risikomanagements hervorgeht.

Wie hoch sind Selbstbehalt und Haftungshöchstgrenze?

Selbstbeteiligung und Haftungshöchstgrenze sind wichtige Aspekte Ihrer Cyberversicherung. Die Selbstbeteiligung ist ein Betrag, den Sie selbst tragen müssen, bevor Ihre Versicherung den Schaden abdeckt. Die Haftungshöchstgrenze hingegen ist der maximale Betrag, den Ihre Versicherung pro Schadenfall oder insgesamt während der Vertragslaufzeit erstattet.

Wichtigste Deckungsbestandteile einer typischen Cyberversicherung

Für einen detaillierten Überblick darüber, was genau eine Cyberversicherung abdeckt, werden wir die wichtigsten Deckungsbestandteile unter folgenden Punkten untersuchen:

  • Berichterstattung aus erster Hand
  • Haftpflichtversicherung
  • Berichterstattung aus erster Hand

    Die Deckung für Eigenschäden befasst sich primär mit den direkten Schäden des Versicherungsnehmers. Nach einem Cyberangriff kann es zu Betriebsunterbrechungen, Datenverlust und unter Umständen zu Lösegeldforderungen kommen. Daher sind häufig folgende direkte Kosten abgedeckt:

  • Datenpannen: Kosten für die Untersuchung der Datenschutzverletzung, Rechtsberatung zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, Kosten für die Benachrichtigung betroffener Kunden, Bereitstellung eines Kreditüberwachungsdienstes und Öffentlichkeitsarbeit zur Aufrechterhaltung des Unternehmensrufs.
  • Betriebsunterbrechung: Einkommensverluste und damit verbundene Kosten, wenn ein Versicherungsnehmer aufgrund eines Cyberangriffs oder Datenverlusts nicht in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit auszuüben.
  • Cyber-Erpressung: Kosten, die hauptsächlich durch die Reaktion auf Forderungen entstehen, um einen Angriff wie Ransomware zu verhindern.
  • Verlust digitaler Vermögenswerte: Kosten für die Wiederbeschaffung, Wiederherstellung oder den Ersatz beschädigter oder gestohlener digitaler Vermögenswerte.
  • Haftpflichtversicherung

    Die Haftpflichtversicherung greift, wenn Ihr Unternehmen von Dritten haftbar gemacht wird. Führt die Datenschutzverletzung zu Klagen oder wurden deren Daten aufgrund von Sicherheitslücken in Ihrem System gestohlen, kann Ihre Cyberversicherung die Anwaltskosten decken. Die beiden wichtigsten Arten der Haftpflichtversicherung sind:

  • Datenschutzhaftung: Wenn personenbezogene Daten von Kunden, wie z. B. Sozialversicherungsnummern oder Kreditkarteninformationen, im Rahmen einer Datenschutzverletzung offengelegt oder gestohlen werden, kann das Unternehmen haftbar gemacht werden.
  • Haftung für Netzwerksicherheit: Falls die Datenschutzverletzung des Unternehmens zur Übertragung von Viren, unbefugtem Zugriff oder zum Diebstahl von Informationen Dritter führt, könnte das Unternehmen wegen mangelnder Sicherung seines Netzwerks mit Ansprüchen konfrontiert werden.
  • Was ist in Cyberversicherungen typischerweise ausgeschlossen?

    Obwohl Cyberversicherungen umfassenden Schutz bieten, enthalten sie häufig einige Ausschlüsse. Diese umfassen typischerweise, aber nicht ausschließlich, Sachschäden, Körperverletzungen und vorsätzliche Handlungen.

    Wie wählt man die passende Cyberversicherung aus?

    Die Wahl einer passenden Cyberversicherung ist genauso wichtig wie das Verständnis ihres Versicherungsumfangs. Um die richtige Police auszuwählen, müssen Unternehmen Risikoanalysen durchführen, die zu schützenden Vermögenswerte ermitteln, die potenziellen Auswirkungen verschiedener Schadensszenarien bewerten, das tolerierbare Risiko akzeptieren und somit den Umfang der Deckung festlegen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis der grundlegenden Frage nach dem Umfang einer Cyberversicherung ein tieferes Verständnis des individuellen Risikoprofils Ihres Unternehmens, der verschiedenen Aspekte verfügbarer Policen und deren Nutzung zur Minderung potenzieller Schäden voraussetzt. Mehrere Faktoren, wie die Art Ihrer Daten, die Größe Ihres Netzwerks und die Art Ihrer Transaktionen, tragen zu Ihrem Risikoniveau bei und beeinflussen somit letztendlich die Wahl Ihrer Cyberversicherung. Daher ist dieser kontinuierliche Lernprozess nicht nur für den Abschluss der passendsten Police, sondern auch für ein effektives Risikomanagement und eine strategische Planung unerlässlich.

    Sind Sie bereit, Ihre Sicherheitslage zu verbessern?

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