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Die Deckung im Detail: Was schützt eine Cybersicherheitsversicherung wirklich?

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John Price
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Angesichts der alarmierenden Zunahme von Cyberbedrohungen weltweit setzen immer mehr Unternehmen auf Cyberversicherungen als Bestandteil ihrer Sicherheitsstrategie. Das Wachstum des Cyberversicherungsmarktes ist ein logischer Schritt, um sich gegen die potenziell verheerenden Folgen von Cyberrisiken abzusichern. Doch was genau deckt eine Cyberversicherung ab? Dieser Blogbeitrag soll genau diese Frage beantworten.

Einführung in die Cybersicherheitsversicherung

Die Cybersicherheitsversicherung, auch Cyberversicherung genannt, ist ein spezielles Versicherungsprodukt, das Unternehmen dabei hilft, die finanziellen Risiken von Cyberangriffen zu minimieren. Sie schützt vor Schäden, die durch elektronische Bedrohungen der Unternehmensinformationen und -infrastruktur entstehen. Solche Bedrohungen können zu Datendiebstahl oder -beschädigung, Betriebsunterbrechungen oder sogar Reputationsschäden führen. Doch die Frage bleibt: „Was genau deckt eine Cybersicherheitsversicherung ab?“

Was deckt eine Cybersicherheitsversicherung ab?

Management von Datenschutzverletzungen und Datenschutzkrisen

Eine der Kernleistungen einer Cyberversicherung betrifft das Management von Datenschutzverletzungen und die Wahrung der Privatsphäre. Sie deckt üblicherweise Kosten ab, die nach einer Datenschutzverletzung entstehen, wie beispielsweise Ermittlungen, Benachrichtigungen und Bußgelder. Darüber hinaus bietet sie Unterstützung beim Krisenmanagement, einschließlich PR-Maßnahmen zur Wiederherstellung des Rufs.

Verlust bei Geldtransfers

Sollte ein Unternehmen Opfer eines betrügerischen Zahlungsauftrags an ein Finanzinstitut werden, der dieses anweist, Geld vom Geschäftskonto zu überweisen, zu zahlen oder auszuliefern, kann eine Cyberversicherung diesen Verlust abdecken. Diese Versicherungsleistung bietet zusätzlichen Schutz vor finanziellen Verlusten.

Haftung für Netzwerksicherheit

Diese Komponente der Cybersicherheitsversicherung deckt Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Stilllegung von Systemen, Datenschutzverletzungen oder der Verbreitung von Schadsoftware oder Viren ab, die Systeme Dritter schädigen. Darüber hinaus übernimmt sie auch die Verteidigungskosten in diesen Fällen.

Cyber-Erpressung

Der Versicherungsschutz gegen Cybererpressung ist im Zeitalter zunehmender Ransomware-Bedrohungen besonders relevant. Er umfasst die Untersuchung und professionelle Bearbeitung von Cybererpressungsfällen sowie in manchen Fällen sogar die Lösegeldzahlung, forensische Untersuchungen und die damit verbundenen Rechtskosten.

Betriebsunterbrechung

Wird das Netzwerk eines Unternehmens durch einen Cyberangriff kompromittiert, kann dies zu Betriebsunterbrechungen führen. Diese Komponente der Cybersicherheitsversicherung deckt den durch einen Cybersicherheitsvorfall verursachten Gewinnausfall sowie zusätzliche Kosten während der Wiederherstellungsphase ab.

Die Grenzen der Cybersicherheitsversicherung verstehen

Obwohl Cybersicherheitsversicherungen viele Cyberbedrohungen abdecken, ist es wichtig, ihre Grenzen zu kennen. Viele Policen decken beispielsweise weder Reputationsschäden noch entgangene zukünftige Einnahmen ab. Auch Wertverluste durch Diebstahl geistigen Eigentums sind meist ausgeschlossen. Solche Policen müssen in der Regel auf das individuelle Risikoprofil jedes Unternehmens zugeschnitten werden.

Die richtige Cybersicherheitsversicherung auswählen

Die Wahl der richtigen Cybersicherheitsversicherung kann komplex sein. Sie erfordert ein umfassendes Verständnis des Risikoprofils eines Unternehmens, eine sorgfältige Prüfung des Versicherungsschutzes und eine genaue Analyse der Ausschlüsse. Da Cybersicherheitsrisiken dynamisch sind und sich schnell weiterentwickeln, muss die gewählte Versicherung zudem flexibel genug sein, um sich an die sich ändernden Risikoprofile des Unternehmens anzupassen und den Versicherungsschutz entsprechend zu erweitern.

Lohnt sich eine Cybersicherheitsversicherung?

Angesichts der zunehmenden Verbreitung und Schwere von Cyberbedrohungen erscheint die Investition in eine Cybersicherheitsversicherung sinnvoll. Sie sollte jedoch nicht als Ersatz für die Implementierung robuster Cybersicherheitsmaßnahmen und -protokolle betrachtet werden. Vielmehr ist die Cybersicherheitsversicherung ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Risikomanagementstrategie.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Cyberversicherung als Sicherheitsnetz dient, das finanzielle Verluste durch Cybervorfälle minimiert. Sie deckt in der Regel Bereiche wie Datenschutzverletzungen und Krisenmanagement, Geldtransferverluste, Haftung im Zusammenhang mit Netzwerksicherheit, Cybererpressung und Betriebsunterbrechungen ab. Sie entbindet Unternehmen jedoch nicht von der Pflicht, eine robuste Cybersicherheitsinfrastruktur zu implementieren. Eine Cyberversicherung sollte Teil einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie sein, die auch strenge Sicherheitskontrollen, Mitarbeiterschulungen und einen klar definierten Notfallplan umfasst. Zu verstehen, was eine Cyberversicherung abdeckt, kann entscheidend für ein effektives Management und die Minderung von Cyberrisiken sein.

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