Das Verständnis der Grundlagen von Anwendungssicherheitstests ist für jeden, der seine digitalen Ressourcen schützen möchte, unerlässlich. Cross-Site-Scripting (XSS) stellt nach wie vor eine gravierende Schwachstelle dar, die eine eingehende Analyse erfordert. In unserer Welt, in der Cyberangriffe ganze Systeme lahmlegen und den Ruf von Unternehmen zerstören können, ist es von größter Wichtigkeit, die eigenen Websites vor solchen Angriffen zu schützen.
XSS gilt als eine der häufigsten Software-Schwachstellen in Webanwendungen. Diese schwerwiegende Sicherheitslücke ist aufgrund ihres potenziellen Schadens bei Cyberkriminellen sehr begehrt. Doch was genau ist Cross-Site-Scripting? Dieser Blogbeitrag erklärt ausführlich, was XSS bedeutet, wie es dazu kommt und welche Arten von XSS-Angriffen es gibt.
Cross-Site-Scripting verstehen
Cross-Site-Scripting (XSS) ist eine webbasierte Sicherheitslücke, die es Angreifern ermöglicht, Schadcode in Webseiten einzuschleusen, die von Nutzern aufgerufen werden. XSS tritt im Wesentlichen dann auf, wenn eine Anwendung Daten so sammelt, dass diese ungeprüft in HTTP-Antworten übermittelt werden können. Gelingt es einem Angreifer, diese Schwachstelle auszunutzen, kann er Schadcode in die HTTP-Antwort einfügen und so im Namen des Nutzers Aktionen ausführen, den Nutzer auf eine andere Webseite umleiten oder möglicherweise sensible Daten stehlen.
Identifizierung von XSS-Schwachstellen
Die Identifizierung von XSS-Schwachstellen ist ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Anwendungssicherheitstests . Dabei werden nicht vertrauenswürdige Daten gesucht und deren Verwendung in HTTP-Antworten analysiert. Überall dort, wo nicht vertrauenswürdige Daten in einer HTTP-Antwort auftauchen, besteht ein XSS-Risiko. Es empfiehlt sich, den Prozess in drei Phasen zu unterteilen: die Quelle, das Ziel und die angewandten Sicherheitsmaßnahmen.
Datenquellen
Die Hauptquelle unsicherer Daten für die meisten Webanwendungen sind Benutzereingaben. Es gibt jedoch auch andere Quellen unsicherer Daten, wie beispielsweise Cookies oder Daten aus einer Datenbank. Alle Daten, die über ein Datenattribut abgerufen werden, können potenziell unsicher sein.
Spülbecken
Eine Senke entsteht, wenn nicht vertrauenswürdige Daten in einer HTTP-Antwort verwendet werden. Werden schädliche Skriptdaten an eine Senke übermittelt, führt dies den Browser des Clients zur Ausführung des Skripts aus. Senken können an vielen Stellen innerhalb von HTTP-Antworten verborgen sein, unter anderem im Antworttext selbst.
Arten von XSS-Angriffen
XSS-Angriffe lassen sich typischerweise in drei Kategorien einteilen: Stored XSS, Reflected XSS und DOM-basierte XSS.
Gespeicherte XSS
Gespeicherte XSS-Angriffe, auch persistente oder Typ-I-XSS genannt, entstehen, wenn eine Anwendung unsichere Daten speichert und diese in HTTP-Antworten verwendet. Diese Angriffe erfolgen, wenn die vom Angreifer bereitgestellten Daten vom Server gespeichert und anschließend dauerhaft in normale Seiten eingebunden werden, die anderen Nutzern beim normalen Surfen angezeigt werden. Es handelt sich dabei oft um die schädlichste Art von XSS-Angriff.
Reflektiertes XSS
Reflected XSS, auch nicht-persistentes oder Typ-II-XSS genannt, ist die häufigste Art von XSS-Sicherheitslücke. Bei dieser Angriffsart muss ein Angreifer einen Benutzer dazu verleiten, auf einen schädlichen Link zu klicken. Das im schädlichen Link eingebettete Skript wird über die HTTP-Antwort reflektiert und vom Browser des Benutzers ausgeführt.
DOM-basiertes XSS
DOM-basiertes XSS, manchmal auch als XSS Typ 0 bezeichnet, tritt auf, wenn der gesamte manipulierte Datenfluss von der Quelle zur Senke im Browser stattfindet, d. h. die Quelldaten werden aus dem DOM extrahiert, die Daten werden im DOM verarbeitet und schließlich wieder in den DOM ausgegeben.
XSS-Angriffe verhindern
Das zentrale Prinzip aller XSS-Präventionsstrategien ist die Datenkodierung. Dabei werden Sonderzeichen in entsprechende Zeichen umgewandelt, die in HTTP-Antworten zulässig sind. Es empfiehlt sich jedoch, den Kontext der Daten bei der Kodierung zu berücksichtigen. Derselbe Zeichensatz kann je nach Position der nicht vertrauenswürdigen Daten in der HTTP-Antwort unterschiedliche Kodierungen erfordern.
Während die Kodierung eine robuste Maßnahme zur Verhinderung von XSS-Angriffen darstellt, minimieren einige andere Strategien das Risiko von Angriffen, wie z. B. die Verwendung geeigneter Antwort-Header, die Implementierung einer Content Security Policy (CSP) und die Nutzung geeigneter Webentwicklungs-Frameworks.
Abschließend
Das Verständnis von Cross-Site-Scripting (XSS) ist eine grundlegende Voraussetzung für erfolgreiche Anwendungssicherheitstests . XSS-Angriffe verursachen erheblichen Schaden, und obwohl sie weiterhin häufig vorkommen, gibt es zahlreiche Präventionsstrategien. Es ist unerlässlich, diese Angriffe von ihrer Entstehung bis zu ihrer Ausführung zu verstehen, damit Entwickler und Sicherheitstester wissen, wie sie solche Schwachstellen in ihren Webanwendungen verhindern können.