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Was ist Cross-Site-Scripting (XSS) und wie funktioniert es?

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John Price
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Wenn Sie sich für Websicherheit interessieren, ist Ihnen der Begriff „Cross-Site-Scripting“ (XSS) wahrscheinlich schon begegnet. Die Kenntnis von XSS ist unerlässlich für erfolgreiche Penetrationstests , da es sich hierbei um eine der häufigsten und gefährlichsten Schwachstellen von Webanwendungen handelt.

Einführung

Im Internetjargon bezeichnet Cross-Site-Scripting (XSS) eine Art von Sicherheitslückenangriff, bei dem ein Angreifer schädlichen Code in Webseiten einschleust, die von anderen Nutzern aufgerufen werden. Strukturell gesehen beinhaltet XSS ein clientseitiges Skript, typischerweise JavaScript, das in die Ausgabe einer Webanwendung eingebettet und an den Browser des Nutzers gesendet wird.

Ursprünge von XSS

Die Ursprünge von XSS reichen bis in die späten 1990er-Jahre zurück, als JavaScript in der Webentwicklung zunehmend an Bedeutung gewann. Mit der steigenden Interaktivität von Websites vervielfachten sich auch die Möglichkeiten für XSS-Angriffe. Bis heute stellt die XSS-Schwachstelle eine Sicherheitsherausforderung dar, da Entwickler bestrebt sind, dynamische und benutzerorientierte Websites zu erstellen.

XSS verstehen: Drei Arten

Es gibt drei Hauptarten von XSS-Angriffen: gespeicherte, reflektierte und DOM-basierte Angriffe. Das Verständnis jeder einzelnen Art ist grundlegend für das Verständnis von XSS und somit für die erfolgreiche Durchführung von Penetrationstests .

Gespeicherte XSS-Angriffe, auch persistente XSS-Angriffe genannt, stellen die schädlichste Angriffsart dar. Bei diesen Angriffen wird der Schadcode dauerhaft auf dem Zielserver gespeichert. Fordert ein Benutzer die gespeicherten Informationen an, fügt der Server den Schadcode der Antwort bei.

Reflected-XSS- Angriffe hingegen sind nicht persistent, d. h. die Nutzdaten sind Teil der an den Server gesendeten Anfrage. Sobald der Server die Anfrage empfängt, sendet er die Antwort mit den Nutzdaten an den Browser des Nutzers zurück.

Bei einem DOM-basierten XSS- Angriff manipuliert die Schadsoftware das Document Object Model (DOM) einer Webseite. Der Server empfängt die Schadsoftware nicht; stattdessen führt der Browser des Clients den Angriff aus, ohne serverseitige Spuren zu hinterlassen.

XSS: Funktionsweise und Penetrationstests

Unabhängig vom Typ des eingeleiteten XSS-Angriffs bleibt der Ablauf weitgehend gleich. Zunächst identifiziert der Angreifer eine XSS-Schwachstelle. Für einen effektiven Penetrationstest geht der Tester genauso vor und identifiziert Anwendungen, die Benutzereingaben als vertrauenswürdig behandeln.

Sobald die Sicherheitslücke identifiziert ist, schleust der Angreifer ein Schadprogramm ein, das typischerweise in JavaScript geschrieben ist. Dieses wird den Anwendungsnutzern dann in harmlosen Inhalten versteckt ausgeliefert. Sobald der Nutzer mit den infizierten Inhalten interagiert, wird das Skript ausgeführt und stiehlt sensible Nutzerdaten.

Penetrationstests spielen eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung von XSS-Schwachstellen, bevor Angreifer sie ausnutzen können. Tester simulieren einen XSS-Angriff mithilfe von Penetrationstest- Tools, um potenzielle Schwachstellen aufzudecken. Nach erfolgreichem Eindringen in das System melden sie die Schwachstellen und unterstützen die Entwickler bei deren Behebung.

Verhinderung von XSS

Die Verhinderung von XSS-Angriffen erfordert rigorose und kontinuierliche Sicherheitsmaßnahmen. Grundsätzlich sollten Anwendungen alle vom Benutzer eingegebenen Daten als nicht vertrauenswürdig behandeln. Die Implementierung einer robusten Content Security Policy (CSP) kann die Quellen, aus denen Skripte ausgeführt werden können, einschränken und so ein erhebliches Hindernis für XSS-Angriffe darstellen. Eine gängige Strategie ist das sogenannte Escaping, bei dem Symbole oder Sequenzen, die Browser als Code interpretieren könnten, in unschädliche Darstellungen umgewandelt werden.

Im Zusammenhang mit dem Escape-Mechanismus stellt der Validierungs- und Bereinigungsprozess sicher, dass die Eingaben den Erwartungen entsprechen, bevor sie als vertrauenswürdig behandelt werden. Eine Technologie namens Sandboxing führt den Code in isolierten Umgebungen aus, um Angriffe zu verhindern.

Wie wirkt sich XSS auf Benutzer aus?

Ein XSS-Angriff kann für einen Nutzer verheerende Folgen haben. Erfolgreiche Angriffe können zum Diebstahl von Daten wie Anmeldeinformationen und persönlichen Daten führen. Für ein Unternehmen kann dies einen Vertrauensbruch, Reputationsschäden und möglicherweise rechtliche Konsequenzen bedeuten.

Für Nutzer ist es unerlässlich, Browser regelmäßig zu aktualisieren und vertrauenswürdige Antivirensoftware auszuführen. Darüber hinaus kann das Vermeiden nicht vertrauenswürdiger Websites und die Vorsicht bei der Authentifizierung über Pop-ups dazu beitragen, XSS-Angriffe zu verhindern.

Abschließend

XSS stellt trotz seiner langen Bekanntheit weiterhin eine Gefahr für die Websicherheit dar. Ein tiefes Verständnis von XSS-Angriffen ist entscheidend für erfolgreiche Penetrationstests , das Aufdecken von Schwachstellen in Anwendungen und die Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor solchen Sicherheitslücken. Es ist unerlässlich, alle Benutzereingaben als potenziell unsicher zu behandeln, strenge Content Security Policies (CSPs) anzuwenden und Best Practices wie Escaping, Validierung, Bereinigung und Sandboxing zu nutzen. Die sich ständig weiterentwickelnde Webentwicklung erfordert von Benutzern und Entwicklern gleichermaßen Wachsamkeit und proaktives Handeln, um die Websicherheit angesichts von Bedrohungen wie XSS zu gewährleisten.

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