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Was ist Managed Threat Hunting?

JP
John Price
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In der heutigen komplexen Cyberlandschaft sehen sich Unternehmen stetig wachsenden Sicherheitsbedrohungen gegenüber, die proaktive Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Präventive Sicherheitslösungen sind zwar von größter Bedeutung, ihre Aufgabe besteht jedoch darin, bekannte Bedrohungen abzuwehren. Daher ist eine proaktivere Lösung wie Managed Threat Hunting unerlässlich, um unbekannten Bedrohungen oder Zero-Day-Schwachstellen stets einen Schritt voraus zu sein. In diesem Zusammenhang werden wir uns eingehend mit den Inhalten von Managed Threat Hunting, der entscheidenden Rolle eines Managed Security Operations Center (SOC ) und dessen Beitrag zu umfassender Cybersicherheit befassen.

Managed Threat Hunting verstehen

Managed Threat Hunting ist ein proaktiver Ansatz der Cybersicherheit, der die kontinuierliche, systematische und iterative Suche, Identifizierung und Isolierung von Bedrohungen umfasst, die bestehende Sicherheitslösungen umgehen. Im Gegensatz zu traditionellen Sicherheitsmaßnahmen, die reaktiv agieren, wartet Managed Threat Hunting nicht auf Warnmeldungen, sondern durchsucht Netzwerke und Systeme proaktiv, um Unregelmäßigkeiten aufzudecken, die auf eine potenzielle Kompromittierung hindeuten.

Threat Hunting erfordert ausgefeilte Analysen, ein tiefgreifendes Verständnis der Bedrohungslandschaft sowie der Techniken, Taktiken und Vorgehensweisen (TTPs) potenzieller Angreifer. Es vereint in der Regel Technologie, Bedrohungsinformationen und das Fachwissen von Sicherheitsanalysten, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Die Rolle eines Managed SOC

Das „ Managed SOC(Managed Security Operations Center ) spielt eine zentrale Rolle in einer umfassenden Strategie zur Bedrohungsabwehr. Es ist im Wesentlichen die Schaltzentrale der Cyberabwehr eines Unternehmens und umfasst ein Team von Sicherheitsexperten sowie die notwendige Infrastruktur, um Cybersicherheitsvorfälle vorherzusehen, zu identifizieren, zu untersuchen und darauf zu reagieren.

Ein Managed SOC , das häufig mit fortschrittlichen Technologien wie SIEM-Systemen (Security Information and Event Management), maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz ausgestattet ist, unterstützt Unternehmen dabei, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und ihre Sicherheitslage zu verbessern. Der Einsatz dieser Technologien und menschlicher Analysefähigkeiten im Managed SOC zielt darauf ab, Bedrohungen proaktiv zu isolieren und zu neutralisieren, bevor sie Schaden anrichten können.

Detaillierter Workflow eines Managed SOC bei der Bedrohungsjagd

Hier ein detaillierter Einblick in die Funktionsweise eines Managed SOC bei der Bedrohungsjagd:

  1. Hypothesenbildung: Der Prozess beginnt damit, dass ein Sicherheitsanalyst auf Basis von Bedrohungsanalysen, Branchenberichten oder auch früheren Vorfällen eine Hypothese aufstellt. Die Hypothese beschreibt die potenzielle Bedrohung oder Anomalie, die im System vorliegen könnte.
  2. Untersuchung: Anschließend untersucht der Analyst bzw. das Team die Hypothese anhand historischer Daten, Protokolle und verschiedener Analysetools. Dabei werden diverse Rohdaten und Ereignisse analysiert, um verdächtige Aktivitäten zu identifizieren, die mit der Hypothese übereinstimmen.
  3. Ergebnisse: Bestätigt sich die Hypothese, findet das Team die im Netzwerk verborgene Bedrohung. Andernfalls kann das Team dennoch wertvolle Erkenntnisse gewinnen, um eine neue Hypothese aufzustellen.
  4. Abhilfemaßnahmen: Sobald eine Bedrohung bestätigt ist, ergreifen die Analysten alle notwendigen Schritte, um die Bedrohung zu neutralisieren – dies kann das Trennen kompromittierter Systeme oder die Aktualisierung von Sicherheitskontrollen beinhalten.
  5. Erkenntnisse: Nach der Behebung des Problems dokumentiert das Team die Bedrohung – ihre Auswirkungen, ihre Art, die angewandten Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) sowie die zur Behebung ergriffenen Maßnahmen. Diese Dokumentation dient als wertvolle Ressource für zukünftige Untersuchungen.

Vorteile der verwalteten Bedrohungsjagd

Managed Threat Hunting bietet zahlreiche Vorteile für die Sicherheitsarchitektur einer Organisation.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Managed Threat Hunting einen bedeutenden Schritt hin zu einem proaktiveren und umfassenderen Ansatz für Cybersicherheit darstellt. Ein Managed Security Operations Center (SOC) spielt eine zentrale Rolle nicht nur bei der Bedrohungsanalyse, sondern auch im gesamten Ökosystem der Cybersicherheit, indem es einen organisierten, systematischen und kontinuierlichen Ansatz zur Sicherung von Systemen und Daten bietet. Es zielt sowohl auf bekannte als auch unbekannte Sicherheitsbedrohungen ab und versetzt Unternehmen in die Lage, Bedrohungen zu isolieren und zu neutralisieren, bevor diese erheblichen Schaden anrichten. Die Priorisierung von Managed Threat Hunting in Ihrer Cybersicherheitsstrategie wird Ihr Unternehmen mit Sicherheit auf den richtigen Weg zu umfassender und proaktiver Sicherheit führen.

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