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Verständnis des Drittparteienrisikomanagements im Bereich der Cybersicherheit

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John Price
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Die rasante Entwicklung der digitalen Welt hat viele Organisationen von Drittanbietern für diverse Dienstleistungen abhängig gemacht. Die Zusammenarbeit mit diesen externen Partnern führt jedoch häufig zu einem erhöhten Risiko. Daher ist das „Drittanbieter-Risikomanagement“ (TPRM) unerlässlich, insbesondere im Bereich der Cybersicherheit. Dieser Artikel beleuchtet das Drittanbieter-Risikomanagement im Kontext der Cybersicherheit und konzentriert sich dabei auf dessen Definition, Bedeutung, Funktionsweise und die damit verbundenen Herausforderungen.

Einführung

Der Anstieg von Cybersicherheitsvorfällen, die auf Drittanbieter zurückzuführen sind, ist alarmierend. Laut einer aktuellen Studie von Soha Systems lassen sich 63 % aller Datenpannen direkt oder indirekt mit Drittanbietern in Verbindung bringen. Das Netzwerk eines Unternehmens mag zwar sicher sein, doch sobald Verbindungen zu Netzwerken verschiedener Drittanbieter mit unterschiedlichen Sicherheitsvorkehrungen bestehen, steigt das Risiko erheblich. Daher stellt sich insbesondere im Kontext der Cybersicherheit die Frage: Was versteht man unter Drittanbieter-Risikomanagement?

Verständnis des Drittparteienrisikomanagements

Das Management von Drittparteirisiken (Third-Party Risk Management, TPRM) ist der Prozess, durch den Organisationen Risiken identifizieren, bewerten und minimieren, die mit ihren Interaktionen mit externen Parteien verbunden sind. Diese Parteien können Lieferanten, Partner oder jede andere Organisation sein, die Zugriff auf die Systeme und Daten der Organisation hat. Im Bereich der Cybersicherheit befasst sich TPRM mit Risiken im Zusammenhang mit unberechtigtem Zugriff, Datenschutzverletzungen und Störungen, die durch Drittanbieter verursacht werden.

Bedeutung des Drittparteienrisikomanagements

Neben den regulatorischen Anforderungen, die ein Drittanbieter-Risikomanagement (TPRM) notwendig machen, unterstreichen mehrere Gründe dessen Bedeutung. Datenschutzverletzungen, insbesondere solche, die durch Interaktionen mit Drittanbietern entstehen, führen nicht nur zu finanziellen Verlusten, sondern können auch den Ruf des Unternehmens schädigen. Darüber hinaus schafft ein effizienter TPRM-Prozess Transparenz über die Drittanbieterlandschaft des Unternehmens und gewährleistet so Transparenz und Verantwortlichkeit. Insgesamt verbessert er die Risikoposition des Unternehmens, indem er Schwachstellen in der Cybersicherheitskette beseitigt.

Drittparteien-Risikomanagement-Operation

Die Durchführung des Drittanbieter-Risikomanagements (TPRM) umfasst mehrere wichtige Schritte. Zunächst werden Interaktionen mit Drittanbietern identifiziert, die erhebliche Risiken bergen. Anschließend erfolgt eine Risikobewertung. Hierfür werden unter anderem Sicherheitskontrollanalysen (SCAs), Audits und Penetrationstests eingesetzt . Daraufhin werden Kontrollen zur Minderung der identifizierten Risiken entwickelt und implementiert. Anschließend werden die Aktivitäten der Drittanbieter kontinuierlich überwacht und überprüft, um die Einhaltung der Kontrollen sicherzustellen. Ein letzter, entscheidender Schritt ist die Berichterstattung, die sicherstellt, dass alle Beteiligten über die Drittanbieter-Risikolandschaft informiert sind.

Herausforderungen im Drittparteien-Risikomanagement

Die erfolgreiche Implementierung von TPRM ist nicht ohne Herausforderungen. Erstens ist die Landschaft der Drittanbieter komplex. Viele Organisationen interagieren mit Hunderten, wenn nicht Tausenden von Drittanbietern, was die Risikobewertung aufwendig gestaltet. Zweitens kann die kontinuierliche Überwachung der Aktivitäten von Drittanbietern hinsichtlich der Einhaltung von Cybersicherheitskontrollen ressourcenintensiv sein. Um Effizienz und Skalierbarkeit im Prozess zu erreichen, sind daher ein systematischer Ansatz, effiziente Werkzeuge und Methoden sowie ausreichendes Fachwissen erforderlich.

Die Herausforderungen meistern

Automatisierte TPRM-Lösungen können helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Diese Tools optimieren den TPRM-Prozess durch die Automatisierung von Risikobewertungen, die Unterstützung der kontinuierlichen Überwachung, die Erstellung von Echtzeitberichten und die effektive Kommunikation mit Dritten. Darüber hinaus ermöglicht die Integration von TPRM in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eine ganzheitliche Betrachtung der Risiken. Dieser integrierte Ansatz im Risikomanagement identifiziert und adressiert komplexe Risiken, was nicht nur zu verbesserter Cybersicherheit, sondern auch zu besseren strategischen Entscheidungen führt.

Abschließend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis des Konzepts „Drittanbieter-Risikomanagement“ und seiner Funktionsweise ein entscheidender Aspekt der Cybersicherheitsabwehr eines Unternehmens ist. Drittanbieter können erhebliche Risiken in das System einbringen, weshalb Drittanbieter-Risikomanagement ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Risikomanagementstrategie ist. Die Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen durch Automatisierung und die Integration in einen unternehmensweiten Ansatz können die Cybersicherheit eines Unternehmens deutlich verbessern. Mit der zunehmenden Digitalisierung wird effektives Drittanbieter-Risikomanagement noch wichtiger für den Schutz der Unternehmenswerte, des Rufs und letztendlich des Unternehmenserfolgs.

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